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Äthiopiens Regierungschef ist tot
Der 57jährige Meles Zenawi ist am Montagabend in einem Spital im Ausland verstorben, erklärte ein Regierungssprecher in der Hauptstadt Addis Abeba. Bis zuletzt hatte sein Gesundheitszustand immer wieder Anlass zu Spekulationen gegeben.
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Meles Zenawi hatte das verarmte Land seit zwei Jahrzehnten regiert. Mitte Juli hatte eine Regierungssprecherin erklärt, Meles sei nach einer medizinischen Behandlung in guter Verfassung.
In diplomatischen Kreisen hatte es geheissen, er sei in Brüssel behandelt worden, in anderen Kreisen war von einer Behandlung in Deutschland die Rede.
Vom Präsidenten zum Regierungschef
Der im Mai 1955 im nordäthiopischen Adoua geborene Meles studierte Medizin, bevor er sich 1974 einer Aufstandsbewegung anschloss. Als politischer Kopf der Guerillatruppe von 1988 bis 1991 führte er die Befreiungsfront der Völker von Tigrai (TPLF) zum Sieg und stürzte das marxistische Militärregime von Mengistu Hailé Mariam.
Von 1991 bis 1995 hatte Meles zunächst das Präsidentenamt inne, dann bekam Äthiopien durch eine Verfassungsänderung ein Parlament und er wurde zum Regierungschef ernannt.
US-Verbündeter am Horn von Afrika
Meles war vom Westen für einen soliden wirtschaftlichen Wachstumskurs und der Armutsbekämpfung im Land gelobt worden. Menschenrechtsgruppen hatten ihm indes die Unterdrückung von Gegnern und der Meinungsfreiheit vorgeworfen.
Äthiopien ist der wichtigste Verbündete der USA am Horn von Afrika. Zu den Nachbarn des Landes gehören Unruhe-Staaten wie Somalia und der Sudan.
(sda/muei; frua)







