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Vermischtes

Einsiedler hortete Sprengstoff und Waffen

Montag, 20. August 2012, 16:14 Uhr

In einer Waldhütte bei Brülisau (AI) hat die Polizei einen 80jährigen Mann tot aufgefunden. Der Einsiedler hatte illegal dort gelebt. Er hatte gegen 100 Kilogramm Sprengstoff und Schusswaffen gehortet.

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Als der 80jährige entdeckt wurde, war er bereits seit mehreren Wochen tot. Der Mann starb eines natürlichen Todes, wie die Appenzell Innerrhoder Polizei bekannt gab.

Leichenfund in Brülisau (Schweiz aktuell, 20.08.12)

Angehörige hatten am 14. August die Polizei Informiert, weil sich der Betagte seit längerer Zeit nicht mehr gemeldet hatte. Als Polizisten noch am selben Tag in der Wellblechhütte nachschauten, fanden sie in einem der Räume die stark verweste Leiche.

Der Verstorbene war im Dorf als Einsiedler bekannt. Er hatte seine versteckt gelegene und mit Stacheldraht umgebene Behausung in einem privaten Wald während der letzten 3 Jahrzehnte ohne Bewilligung selber gebaut.

Grosse Mengen Sprengstoff

Beim Durchsuchen der Wellblechhütte fand die Polizei gegen 100 Kilogramm zivilen Sprengstoff samt Zündern. Diese mussten von Spezialisten aus Zürich mit Hilfe der Feuerwehr geborgen werden.

Der 80Jährige hatte in Brülisau noch eine Werkstatt gemietet. Die Polizei liess diese ebenfalls von Spezialisten durchsuchen. Dabei kamen mehrere Schusswaffen zum Vorschein.

Der Einsiedler hatte seine illegale Behausung im Wald mit einem Dieselaggregat sowie einem Windrad auf dem Dach mit Strom versorgt. Den Treibstoff lagerte er in Fässern und in einem grossen Heizöltank.

Gefahr für die Umwelt

Die Materialien sind laut Polizei eine akute Gefahr für die Umwelt. Das Innerrhoder Amt für Umwelt kümmert sich nach Rücksprache mit den Angehörigen des Verstorbenen um die fachgerechte Entsorgung.

(sda/coro;krua)