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Schweiz

Stein-Affäre: FDP hält an Varone fest

Roman Banholzer
Montag, 20. August 2012, 18:58 Uhr

Obwohl Christian Varone in der Türkei juristisches Ungemach droht, hält seine Partei zu ihm: Varone sei nach wie vor ein valabler Kandidat für den Walliser Staatsrat, sagt FDP-Vizepräsident Jean-Marc Tornare gegenüber «Schweiz aktuell».

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FDP hält an Varone fest (Schweiz aktuell, 20.8.2012)

Christian Varone möchte einen Sitz in der Walliser Regierung ergattern. Er tritt im September gegen zwei weitere Kandidaten an und hofft, von den Freisinnigen nominiert zu werden. Die FDP Unterwallis sieht die Kandidatur Varones durch die Vorfälle in der Türkei nicht gefährdet.

«Im Moment hat das gar keinen Einfluss auf seine Kandidatur. Die FDP des Kantons Wallis wird sich am 6. September versammeln und die Mitglieder werden in voller Kenntnis der Ereignisse ihren Entscheid fällen», sagt Vizepräsident Jean-Marc Tornare.

«Schweiz aktuell» publizierte am Freitag exklusiv ein Foto einer türkisch-schweizerischen Journalistin, das den Stein zeigen soll, den Varone aus der Türkei in die Schweiz ausführen wollte. Darauf ist ein bearbeiteter Marmorstein von stattlicher Grösse zu sehen.

Bild Marmorstein.
Das Stück Marmor: Archäologen werten den Stein als «Eckstück eines Säulenkopfes» Selma Guven Stroppel

Türkische Archäologen beschreiben den Stein in einem Dokument als «Eckstück eines Säulenkopfes» und somit als ein Kulturgut.  Es soll dieser Stein gewesen sein, den türkische Zollbeamte bei seiner Ausreise aus der Türkei in Varones Koffer gefunden hatte. Der Walliser Polizeikommandant sass deswegen vier Tage in Haft. Laut Medienberichten findet der Prozess gegen ihn am 25. September statt.

«Rasch in einen Sack gelegt»

 Konfrontiert mit dem Foto sagte Christian Varone am Freitag in einem Interview mit dem Westschweizer Fernsehen, er könne den Stein nicht wiedererkennen. «Ganz offen gesagt, ich habe den Stein ja nur ganz kurz gesehen. Ich habe ihn mitten in meiner Familie aufgelesen und ihn rasch in einen Sack gelegt, wir haben uns nicht lange darüber aufgehalten, für uns war das einfach ein hübsches Stück.»

Der Walliser Polizeikommandant geniesst auch bei der Regierung nach wie vor Vertrauen: «Christian Varone arbeitet als Polizeikommandant korrekt und integer. Wie ich ihn kenne, wird er je nach Ausgang der Gerichtsverhandlung das weitere Vorgehen für sich entscheiden», sagt Sicherheitsdirektorin Esther Waeber-Kalbermatten.