International
Obama droht Syrien mit Militäraktion
Sollten im Syrien-Konflikt biologische oder chemische Waffen zum Einsatz kommen, schliesst US-Präsident Barack Obama eine Militäraktion der USA nicht aus. Mit der Verwendung solcher Massenvernichtungswaffen würde eine «rote Linie» überschritten, so Obama.
Bis jetzt habe er kein militärisches Engagement im Syrien-Konflikt angeordnet, sagte Obama vor Journalisten in Washington. Aber die US-Regierung habe dem Regime von Präsident Baschar al-Assad und «jedem Spieler in der Region unmissverständlich klar gemacht, dass es eine rote Linie für uns wäre, es enorme Konsequenzen hätte, wenn wir an der Chemiewaffenfront Bewegung oder einen Einsatz sehen», so der Präsident weiter. «Das würde meine Kalkulationen erheblich ändern.»
Der Konflikt würde sich dadurch spürbar ausweiten, wovon auch Verbündete in der Region wie Israel sowie die USA selbst betroffen wären. Die USA beobachteten die Situation deshalb sehr sorgfältig, betonte Obama. «Wir haben eine Reihe von Eventualplänen zusammengestellt.»
«Die Welt schaut zu»
Schon im Juli warnte Obama die Machthaber in Damaskus davor, keinen «tragischen Fehler» zu begehen und chemische Waffen einzusetzen. «Die Welt schaut zu.» Und sie würde das Regime zur Verantwortung ziehen, mahnte er damals.
Seit Beginn des Aufstandes gegen Assad im März 2011 wurden in dem Bürgerkrieg laut Angaben von Aktivisten mehr als 20' 000 Menschen getötet.
(sda/dpa/mery;horm)



