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Tote bei Anschlägen in Libyens Hauptstadt
Mehrere Explosionen haben die libysche Hauptstadt Tripolis erschüttert. Sie ereigneten sich in der Nähe einer früheren Militärakademie und des Innenministeriums im Zentrum der Stadt. Mindestens zwei Menschen wurden getötet und mehrere verletzt.
Die Bomben gingen am frühen Morgen mitten in Wohngebieten im Zentrum von Tripolis in die Luft, als sich zahlreiche Menschen auf die Feiern zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan vorbereiteten.
Die erste Autobombe explodierte vor dem Innenministerium. Dabei wurde gemäss den Behörden niemand verletzt, und die Sicherheitskräfte konnten bei der Ankunft vor Ort eine zweite Autobombe entschärfen.
Wenige Minuten später detonierten allerdings zwei weitere Autobomben in der Nähe eines Gebäudes des Verteidigungsministeriums. Dabei sind zwei Zivilisten getötet und zwei weitere verletzt worden.
Erste tödliche Anschläge seit Gaddafi
Nach den Explosionen sperrten Sicherheitskräfte eine zentrale Hauptstrasse in der Stadt ab und errichteten an verschiedenen Verkehrsadern Kontrollpunkte.
Es ist der erste tödliche Anschlag in Libyen seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im vergangenen Jahr.
In Libyen kommt es auch nach der ersten freien Wahl seit mehr als vierzig Jahren im Juli immer wieder zu Gewaltausbrüchen. Erst kürzlich hatte das Internationale Rote Kreuz seine Arbeit in Teilen des Landes eingestellt, nachdem eine Einrichtung der Hilfsorganisation mit Granaten und Raketen angegriffen worden war.
(reuters/engf)



