International
Regierungsdelegation im Sudan abgestürzt
Im umkämpften Süden des Sudans sind beim Absturz eines Flugzeugs alle 32 Insassen ums Leben gekommen. Dies bestätigte das Büro des sudanesischen Präsidenten. Bei den Opfern handelt es sich um Angehörige einer offiziellen Delegation von Regierungsbeamten.
Die Delegation war unterwegs in die Region Südkordofan, um an den Feierlichkeiten zum Ende der muslimischen Fastenzeit Ramadan teilzunehmen. Unter den Opfern ist auch Religionsminister Ghasi al-Sadiq. Al-Sadiq war erst seit Juli im Amt. Vorher war er als Minister für Tourismus und Altertümer tätig.
Das Flugzeug ist in der Nähe der Stadt Talodi, in der sudanesischen Provinz Süd-Kordofan, abgestürzt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Suna sollen schlechte Wetterbedingungen das Unglück ausgelöst haben. Andere Quellen sprechen davon, dass bei der Landung der Maschine eine Explosion zu hören gewesen und das Flugzeug darauf hin zerstört worden sei.
Im Sudan kommt es relativ häufig zu Flugzeugunglücken, weil die Flotte veraltet ist. Da die Flugzeuge nicht den europäischen Sicherheitsanforderungen entsprechen, dürfen sie in der Europäischen Union nicht starten und landen. Die EU-Liste gilt auch für die Schweiz.
Konfliktregion Südkordofan
In der seit langem umkämpften Region Südkordofan an der Grenze zum Südsudan sind Regierungstruppen gegen die Rebellen der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung (SPLM) im Einsatz. Die Friedensverhandlungen zwischen beiden Seiten sollen Ende August wieder aufgenommen werden. Formal gehören die umstrittenen, rohstoffreichen Grenzregionen bisher zum Sudan, jedoch beansprucht auch Südsudan die Gebiete für sich. Über die genaue Grenzmarkierung konnten sich die Konfliktparteien bisher nicht einigen.
(sda/engf;blur)







