International
Assad zeigt sich betend
Erstmals seit dem tödlichen Anschlag auf Mitglieder seines innersten Machtzirkels vor gut vier Wochen hat sich der syrische Präsident Baschar al-Assad in der Öffentlichkeit gezeigt. Während im Land weiter Blut fliesst, sah man Bilder des betenden Assad im Staatsfernsehen.
Die Kämpfe zwischen Truppen des Assad-Regimes und Aufständischen gehen indes in mehreren Teilen Syriens mit aller Härte weiter. Gekämpft wurde unter anderem im Bezirk Tadamun in der Hauptstadt Damaskus, in der nördlichen Millionenmetropole Aleppo sowie in den Provinzen Homs, Daraa und Deir as-Saur. Nach Angaben von Oppositionellen starben am Samstag mindestens 172 Menschen.
Der Ort Asas bei Aleppo wurde am Samstag erneut bombardiert. Dort waren am Mittwoch beim Abwurf zweier Fliegerbomben mindestens 80 Zivilisten getötet worden, unter ihnen Frauen und Kinder. Bei dem neuerlichen Luftangriff habe es keine Todesopfer gegeben, sagten Aktivisten.
Dementi über Desertion des Vizepräsidenten
Für Verwirrung sorgten Gerüchte, der syrische Vizepräsident Faruk al-Scharaa habe sich vom Regime losgesagt und sei ins benachbarte Jordanien geflüchtet.
Das hatte der Nachrichtensender Al-Arabija unter Berufung auf die Rebellen der Freien Syrischen Armee berichtet. Das Büro al-Scharaas dementierte das. Der 73-Jährige war seit Beginn der Aufstände bereits mehrfach für tot erklärt worden.
Der Westen hat vom zerstrittenen Weltsicherheitsrat starken Rückhalt für den neuen UNO-Syrienvermittler Lakhdar Brahimi eingefordert. Für einen erfolgreichen Einsatz sei das die Vorbedingung, sagte die EU-Spitzendiplomatin Catherine Ashton am Samstag.
(dap/sda/engf; buet)



