Vermischtes
La Gomera: «Umwelt-Terroristen» offenbar schuld an Feuerhölle
Südeuropa leidet weiter unter Waldbränden. In Fällen gilt Brandstiftung als Ursache. Der Direktor des Nationalparks auf der Kanaren-Insel La Gomera spricht gar von «Umwelt-Terroristen», die am Werk seien.
«Die Täter haben seit Mai immer wieder versucht, Brände zu legen», sagte der Parkdirektor Angel Fernández der spanischen Zeitung «El País». «Bisher hatte man die Brandherde rechtzeitig löschen können, aber nun haben die Täter ihr Ziel erreicht.»
Der vor zwei Wochen ausgebrochene Waldbrand zerstörte nach Angaben des Direktors etwa ein Fünftel der Gesamtfläche des Parks. «Allerdings sind die schönsten Stellen des Nationalparks und die am üppigsten bewachsenen Landschaften erhalten geblieben», sagte Fernández.
Ablenkung der Mafia
Zum Motiv der Brandstifter gab es mehrere Spekulationen, darunter, dass die Drogenmafia mit den Bränden die Polizei ablenken wolle.
Der Nationalpark im Herzen der Insel gilt wegen seiner Lorbeerwälder und einzigartigen Vegetation als ein ökologisches Juwel Spaniens und ist von der Unesco als Weltnaturerbe anerkannt.
Lage in Europa
In Griechenland hatten die Einsatzkräfte mit zwei grossen Bränden zu kämpfen. Der schlimmste tobte auf der Ostägäis-Insel Chios. Stürmische Winde erschwerten die Löscharbeiten. Drei Dörfer mussten vorübergehend evakuiert werden.
In Italien wüteten vor allem im Zentrum und im Süden des Landes weiter Brände. Die Einsatzkräfte bekämpften das Feuer grösstenteils aus der Luft. Die Behörden gehen von Brandstiftung aus.
Wegen eines Brandes war in Kroatien die von Touristen stark befahrene Adriatische Küstenstrasse westlich von Split gesperrt. Das Feuer sei auf einer Mülldeponie ausgebrochen und habe sich schnell ausgebreitet, berichtete das staatliche Fernsehen.
(sda/dpa/mery;buet)






