Schweiz
Die UNO-Mission in Syrien aus Schweizer Sicht
Vor vier Monaten ging der Schweizer Major Josef Frei als Beobachter der UNO-Mission nach Syrien. Die Mission ist gescheitert, Frei zurück in der Schweiz. Mit der «Tagesschau» hat er über seine Eindrücke gesprochen.
«Die Mission ist gescheitert, weil beide Seiten – die Regierung sowie die bewaffnete Opposition – nicht gewillt waren, den Waffenstillstand einzuhalten», erzählt Frei nach seinem viermonatigen Aufenthalt als UNO-Beobachter in Syrien.
Darum sei auch der anfänglichen Freude des Volkes über die Mission Frustration und Wut gewichen. Denn für die Menschen habe sich trotz UNO-Präsenz nichts verändert.
Die Folge der Frustration: Fahrzeuge der UNO wurden von der bewaffneten Opposition «teils heftig beschossen». Diese Gewaltbereitschaft habe Frei enttäuscht. Gleichzeitig aber ist er auch froh und glücklich, als Schweizer Teil dieser Mission gewesen zu sein.
Trotzdem habe die Mission auch etwas bewirkt: «Das gesamte syrische Volk hat gesehen, dass die UNO versucht hat, eine Vermittlerrolle einzunehmen.»
Brahimi fordert Klarheit
Der Nachfolger von Kofi Annan als Syrien-Sondergesandter, Lakhdar Brahimi, verlangt von der UNO Klarheit über seine künftige Aufgabe. Dies erklärte er in einem Telefoninterview mit dem französischen Sender France 24.
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Ganz hat die UNO Syrien nicht aufgegeben. Zwar haben die noch rund 100 verbliebenen Beobachter der 300 Mann starken Mission das Land verlassen. Ein kleines Verbindungsbüro mit 20 bis 30 Mitarbeitern aber solle der am Sonntag endenden Mission nachfolgen. Als Lösung des Konflikts sieht Frei nur eine Möglichkeit: Die involvierten Parteien müssten von selbst die Waffen zum Schweigen bringen.
(sf/mery;hesa)






