International
Japanische Flottille bricht zu umstrittenen Senkaku-Inseln auf
Ungeachtet von Protesten aus China ist eine japanische Flottille zu einer umstrittenen Inselgruppe im Ostchinesischen Meer aufgebrochen. Rund 150 Menschen wollten mit dem Besuch den Anspruch Tokios auf das Archipel bekräftigen, das in Japan Senkaku und in China Diaoyu genannt wird.
Die etwa 20 Boote brachen um 20.30 Uhr (Ortszeit, 13.30 Uhr MESZ) von der japanischen Insel Ishikagi im äussersten Süden des Landes auf. Sie wollten am Sonntag im Morgengrauen auf den japanisch kontrollierten Inseln eintreffen, die in reichen Fischgründen liegen und um die grosse Rohstoffvorkommen vermutet werden.
Am Mittwoch waren 14 chinesische Aktivisten auf den sonst unbewohnten Inseln gelandet, um Chinas Anspruch auf die Gruppe Nachdruck zu verleihen und um gegen die Reise der japanischen Gruppe zu protestieren.
Für ihre Aktion wählten die Aktivisten den Jahrestag der japanischen Kapitulation im Zweiten Weltkrieg am 15. August 1945. Die japanische Küstenwache nahm die Gruppe fest, am Freitag wurde sie des Landes verwiesen.
Am Samstag äusserte sich erstmals auch Taiwan zu dem Zwischenfall. Die Regierung in Taipeh, das ebenfalls die vor der Nordspitze des Landes gelegenen Inseln beansprucht, warf Tokio vor, die Inseln «hinterhältig besetzt» zu halten.
(sda/hesa;mery)






