US-Wahlkampf 2012
Romney wehrt sich gegen Obamas Steuer-Attacken
Steuern sind ein leidiges Thema für Mitt Romney. Präsident Obama fordert ihn seit Wochen auf, reinen Tisch zu machen. Jetzt sagt Romney, er habe jedes Jahr und nie weniger als 13 Prozent bezahlt.
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Mitt Romney, Herausforderer von US-Präsident Barack Obama und Multimillionär, hat sich nach langem Zögern zum Thema seiner persönlichen Steuern geäussert. Er habe «niemals weniger als 13 Prozent gezahlt», sagte er.
Zugleich wies er empört Behauptungen des politischen Gegners zurück, dass er sich ganz um die Steuer drücke. «Ich habe jedes Jahr Steuern bezahlt.» Alle anderen Behauptungen seien «völlig falsch».
Obama fordert Transparenz
13 Prozent Steuern sind auf den ersten Blick nicht viel für einen Mann mit einem 200-Millionen-Dollar-Vermögen. Romneys Behauptung legt nahe, dass er prozentual deutlich weniger Steuern zahlt als Millionen Arbeitnehmer in den USA. Dies ist möglich, weil in den USA Kapitaleinkommen geringer besteuert werden als Einkünfte aus Arbeit. Romney steht seit längerem unter erheblichem Druck wegen des Steuerthemas.
Obama forderte ihn mehrfach zu mehr Transparenz auf. Er solle mehr zeigen, als lediglich die Steuererklärungen der vergangenen Jahre zu veröffentlichen. Zudem wirft Obama seinem Konkurrenten in TV-Wahlkampfspots vor, sein Geld in Steueroasen in der Karibik zu bunkern. Der ehemalige Private-Equity-Mann Romney tut dies als kleinliche Kritik ab, mit der Obama lediglich von seiner schlechten Bilanz auf dem Arbeitsmarkt ablenken wolle. Er sei stolz darauf, im Leben auch materiell erfolgreich zu sein, beteuert Romney immer wieder.
Steuerstreit schwelt
Auch ansonsten sind Steuern ein Thema im US-Wahlkampf: Obama setzt in seiner Kampagne auf das Versprechen, die Steuersätze für Wohlhabende mit einem Jahreseinkommen von 250'000 Dollar (205'000 Euro) pro Haushalt zu erhöhen. Romney und die Republikaner lehnen das rundweg ab. Höhere Steuern würden das Wirtschaftswachstum abwürgen und seien Gift in der gegenwärtigen flauen Konjunkturlage.
Obama erhält für seine Pläne Unterstützung vom Multimilliardär und Investor Warren Buffett. Dieser hat sich vor Monaten damit geoutet, dass er einen geringeren Steuersatz als seine Sekretärin zahle. Er sei gerne bereit, mehr Geld an den Fiskus abzuführen.
(agenturen/halp;krua)







