International
Norwegens Polizeichef tritt zurück
Rund ein Jahr nach den Anschlägen von Oslo und Utøya und wenige Tage nach der Veröffentlichung eines Untersuchungsberichts ist Norwegens Polizeichef Oystein Maeland zurückgetreten. Maeland sprach von einem Vertrauensverlust. Dieser mache es ihm unmöglich, sein Amt weiter auszuüben.
Maeland, der sein Amt nur wenige Wochen vor den Anschlägen vom 22. Juli 2012 angetreten hatte, zog mit seinem Rücktritt die Konsequenzen aus dem Bericht einer Untersuchungskommission. Dieser war Anfang der Woche veröffentlicht worden.
Inzwischen wurde bereits ein neuer Polizeichef ernannt. Odd Reidar Humlegard tritt die Nachfolge von Maeland an. Der 51-Jährige hatte seit 2009 die Kriminalpolizei geleitet.
Untersuchungsbericht sieht Fehler bei der Polizei
In dem Bericht waren die Experten zum Schluss gekommen, die Polizei sei bei dem Massaker auf Utøya viel zu spät eingeschritten. Die Sicherheitskräfte hätten über genügend Informationen verfügt, um den Attentäter Anders Behring Breivik auf seinem Weg auf die kleine Insel zu stoppen.
Der geständige Breivik steht seit einigen Monaten vor Gericht. Das Urteil gegen ihn wird am 24. August erwartet.
Vernichtendes Urteil der Expertenkommission
Anfang der Woche hatte eine unabhängige Kommission ihren Bericht zu den Abläufen bei den Terroranschlägen in Oslo und Utøya an die norwegische Regierung übergeben. Darin waren schwere Vorwürfe gegen die Polizei und die rot-grüne Regierung von Premier Jens Stoltenberg erhoben worden. Mehr hier.
(agenturen/krua;gern)



