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Dutzende Tote nach Anschlagsserie im Irak
Im Irak sind bei einer Serie von Sprengstoffanschlägen und Angriffen von Extremisten mindestens 82 Menschen ums Leben gekommen. Irakischen Medienberichten zufolge wurden mindestens 250 Menschen verletzt.
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Allein am späten Donnerstagabend starben 32 Menschen, als im Süden der Hauptstadt Bagdad eine Motorradbombe explodierte. Mindestens 40 Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt, berichtete die unabhängige Website Alsumariya News.
Mehrere Sprengsätze in Kurdenstädten
Im Norden Bagdads wurden drei Zivilisten durch eine Autobombe getötet. Zwölf Polizisten starben in der nördlichen Erdöl-Stadt Kirkuk bei einem Selbstmordanschlag, bestätigten Sicherheitskreise. Der Attentäter sprengte sich mit seinem Fahrzeug vor dem Sitz der Anti-Terror-Einheit in die Luft. 64 Menschen wurden verletzt.
Wenige Stunden zuvor waren in Kirkuk und Mossul bei der Explosion mehrerer Sprengsätze insgesamt neun Menschen gestorben. Die Zahl der Verletzten lag bei mindestens 35. In Tal Afar, westlich von Mossul, kamen sieben Menschen ums Leben, als sich ein Selbstmordattentäter vor einem Café in die Luft sprengte. Weitere 25 Menschen wurden verletzt.
In der Provinz Dijala starben in der Nacht zum Donnerstag fünf Angehörige der Armee und fünf Zivilisten, unter ihnen ein Kind. In der westlichen Stadt Falludscha erschossen Extremisten an einer Strassensperre drei Angehörige der Sicherheitskräfte.
Politischer Konflikt
Hintergrund der Gewalt ist ein politischer Konflikt vor allem zwischen den Kurdenparteien und dem schiitischen Regierungschef Nuri al-Maliki. Die Kurden intensivieren ihre Beziehungen zu den Kurden in Syrien, die auf Autonomie dringen. Schiiten sind zudem immer wieder Ziel sunnitischer Extremisten.
Für die meisten Angriffe machen Beobachter aber auch radikale Sunniten wie die Al-Kaida verantwortlich, die durch Anschläge auf Schiiten den Konflikt zwischen den Religionsgruppen anfachen wollen. Das Land stand auf dem Höhepunkt der Gewalt 2006 bis 2007 kurz vor einem Bürgerkrieg. Das Land befindet sich seit einigen Monaten in einer von konfessionellen Spannungen geprägten politischen Dauerkrise.
In jüngster Zeit hat die Gewalt im Irak wieder deutlich zugenommen. Der Juli war nach amtlichen Angaben mit 325 Todesopfern der blutigste Monat seit zwei Jahren. Gegenüber den Jahren 2006 und 2007 ging die Gewalt zwar zurück, ist aber nach wie vor präsent.
(agenturen/halp;krua)



