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Asylgesuche 2012
Die Zahl der Asylgesuche in der Schweiz bleibt auch im Juli hoch. Sie erreicht im Monatsvergleich sogar einen Höchststand. Die Zahl der Rückführungen in Dritt-, Heimat- oder Dublin-Staaten blieb ähnlich hoch wie in den Monaten davor. Zugenommen hat die Anzahl erledigter Fälle – im Vergleich zur Vorjahresperiode gar um 42 %.
Quelle: bfm
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Schweiz
Wieder mehr Asylsuchende aus dem Balkan
Im Juli haben fast 2800 Personen einen Asylantrag in der Schweiz gestellt. Das sind 10 Prozent mehr als im Vormonat. Nebst Eritrea und Nigeria sind vor allem die Gesuche aus den Balkanstaaten Mazedonien und Serbien gestiegen.
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Mazedonien figurierte im Juli hinter Eritrea und Nigeria als dritthäufigstes Herkunftsland. Mit 210 Gesuchen haben sich die Anträge aus diesem Balkanstaat gegenüber dem Juni mehr als verdoppelt. Auch aus Serbien kamen deutlich mehr Asylbewerber (187 Gesuche; + 68 Prozent). Die Asylbewerber aus diesen Ländern können ohne Visa in die Schweiz einreisen.
Kaum Chance auf Asyl
Warum es zu dieser Vermehrung von Asylanträgen aus dem westlichen Balkan kam, sei schwer zu erklären, sagte Gaby Szöllösy, Chefin Information und Kommunikation beim Bundesamt für Migration (BFM), gegenüber «SF Online». Es sei anzunehmen, dass es sich bei einem grossen Teil dieser Asylsuchenden um Roma handle.
Anders als im Winter, wenn viele Roma mutmasslich zum Überwintern in die Schweiz kommen, sei jetzt wohl hauptsächlich die schlechte Wirtschaftslage in Mazedonien, Serbien und Bosnien-Herzegowina für die neuerlich Migrationswelle verantwortlich, meint Szöllösy.
Allerdings haben diese Migranten kaum Aussicht auf Asyl. Deren Herkunftsländer gelten als «safe countries» – also bezüglich Verfolgung sichere Länder. Die Anerkennungsquote schwankte im ersten Halbjahr 2012 bei Asylbewerbern aus diesen Balkanländern zwischen 0 und 0,2 Prozent.
Nach wie vor hoher Zulauf aus Nordafrika
Laut dem Bundesamt für Migration gingen aus Eritrea 445 Gesuche ein, 44 weniger als im Vormonat (- 9%). Aus Nigeria waren 287 Gesuche zu verzeichnen (+ 21%).
Weiter angestiegen sind zudem die Gesuche aus den nordafrikanischen Staaten Tunesien (+ 8%) und Marokko (+ 15%). Hingegen sind die Gesuche aus Afghanistan rückläufig (- 10%). Insgesamt ist die Anzahl der Personen im Asylverfahren im Juli um 5% auf 20‘185 angewachsen.
Speditivere Bearbeitung der Anträge
Jedoch erhöhte sich auch die Zahl der Rückführungen im Juli. 704 rechtskräftig abgewiesene Asylbewerber wurden in einen anderen Staat zurückgeführt (+ 5 Prozent), vornehmlich in den Heimatstaat oder in einen Dublinstaat.
In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres konnte das Bundesamt für Migration 14‘844 Gesuche erledigen – das sind 42% mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode.
Die spetitivere Bearbeitung kaum laut Szöllösy hauptsächlich zustande, weil das im Bereich Asylwesen personell aufstockt wurde. Organisatorische Massnahmen wie die «Taskforce Balkan» ermöglichten es, dass die betreffenden Anträge rasch und «sur place» abgewickelt werden konnten.
Zudem gab es mehr Nichteintretensentscheide als in der Vorjahresperiode. Und auch die Zahl der Abschreibungen – also Gesuche, die vom Antragssteller zurückgezogen wurden – ging zurück.
(sf/fref; koua)



