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Schweiz

«Musikbildung für alle»

Donnerstag, 16. August 2012, 12:48 Uhr, Aktualisiert 20:45 Uhr

Musikbildung soll für alle zugänglich sein, unabhängig von der finanziellen Lage. Mit diesem Argument steigen die Befürworter des Verfassungsartikels zur Musikförderung in die Abstimmungskampagne. Das Volk entscheidet am 23. September.

Am 23. September entscheidet das Volk, ob es Musikunterricht förden will. (Tagesschau 16.8.2012, 19:30 Uhr)

Die Interessengemeinschaft «Jugend und Musik» hat für ein Ja zum Verfassungsartikel geworben, den sie mit ihrer nun zurückgezogenen Volksinitiative gefordert hatte. Dank des Artikels würde Singen und Musizieren an der Schule besser unterrichtet, hielten sie fest.

Kulturelle Identität

Kinder und Jugendliche erhielten Zugang zur Musik, unabhängig von «der Dicke des Portemonnaies der Eltern». Die Vereine im Musikbereich seien auf eine gute musikalische und gesangliche Grundausbildung in den Schulen angewiesen. Der Artikel fördere so die kulturelle Identität der Schweiz.

Der Musikartikel sichert aus Sicht der Initianten zudem die Existenz von 480 Musikschulen, an denen 12'500 Musiklehrer rund 280'000 Kinder und Jugendliche unterrichten.

Porträt Christine Egerszegi.
«Eine vielfältige Bildung hilft der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit.»
Christine Egerszegi, Ständerätin (FDP/AG)

Die Befürworter priesen die Vorzüge einer musikalischen Bildung: Damit liessen sich Fleiss, Durchhaltewille, Auftreten, Sozialkompetenz und Offenheit gegenüber Neuem trainieren, sagte die IG-Präsidentin Christine Egerszegi (FDP/AG).

Nach dem neuen Artikel müssten schweizweite Bildungsziele für den Musikunterricht an Schulen erlassen werden. Der Bund müsste unter Mitwirkung der Kantone zudem Grundsätze für den Zugang für Jugendliche zur Musik festlegen, sowie für die Förderung musikalisch Begabter. Bundesrat und Parlament empfehlen ebenfalls ein Ja.

(sda/schj; muei)