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International

Schweden streitet über Kosten des Gripen-Jets

Donnerstag, 16. August 2012, 17:45 Uhr

In Schweden ist eine Debatte über die tatsächlichen Kosten für den Bau der neuen Version des Kampfflugzeugs Gripen entbrannt. Vor allem die Grüne Partei Schwedens bekämpft die Beschaffung. Dabei erhalten die Gripen-Gegner Schützenhilfe von unerwarteter Seite: von der Armee selbst.

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«Es ist klar, dass wir eine erneuerte Gripen-Version wollen, aber nicht zu jedem Preis», sagte der Leiter der Abteilung Planung und Politik bei der schwedischen Armee, Brigadegeneral Dennis Gyllensporre. Er bestätigte damit Aussagen, die einer seiner Mitarbeiter gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung» gemacht hatte.

Grosse Kostenunterschiede

Beim Streit geht es um die Entwicklungskosten für den Gripen E/F. Diese sind gemäss dem Verteidigungspolitischen Sprecher der Grünen im Parlament, Peter Rådberg, nicht in den bislang öffentlich gemachten Zahlen enthalten. Rådberg geht davon aus, dass die von der Armee gewünschten 60 Gripen Schweden etwa 50 Milliarden Kronen (7,3 Milliarden Franken) kosten werden.

Der schwedische Rüstungskonzern Saab dagegen rechnet mit zwischen 32 (4,7 Mrd. Franken) und 33 Milliarden Kronen. Allerdings sind darin die Entwicklungskosten nicht enthalten, wie Saab-Sprecherin Karin Walka sagte: «Saab hat keine Kostenprognosen zur Entwicklung des Gripen E/F veröffentlicht.»

Bedeckt hält sich auch die Armee, die nach Aussage des Brigadegenerals eine «andere» Schätzung zu den Gripen-E/F-Kosten der schwedischen Regierung übermittelt hat als Saab. Gyllensporre wollte aber weder Zahlen nennen noch sagen, ob die Schätzung der Armee höher oder tiefer ausgefallen ist als jene von Saab.

(sda/hesa;schj)