International
Mehrere Festnahmen nach Krawallen in Nordfrankreich
16 verletzte Polizisten, ein zerstörtes Schulgebäude und Schäden in Millionenhöhe – die Bilanz der jüngsten Ausschreitungen im Norden Frankreichs ist traurig. Vergangene Nacht blieb es in Amiens offenbar ruhig. Bei Razzien wurden mehrere Jugendliche in Gewahrsam genommen.
Nach den Krawallen in Amiens in Nordfrankreich hat die Polizei mehrere mutmassliche Randalierer festgenommen worden. Nach Angaben der lokalen Behörden wird ihnen Brandstiftung, Raub und Hehlerei vorgeworfen.
Die fünf Festnahmen stünden «in direktem Zusammenhang» mit den Ausschreitungen in den vergangenen Nächten, hiess es. Bei den Festgenommenen soll es sich um Jugendliche zwischen 15 und 30 Jahren handeln.
Schule in Brand gesteckt
Die Ausschreitungen in Amiens hatten am Montagabend begonnen. Auslöser war eine Verkehrskontrolle am Vorabend gewesen, bei der die Polizei einen Autofahrer wegen gefährlichen Fahrens angehalten hatte. Daraufhin kam es zu Auseinandersetzungen mit Bewohnern des Viertels, die das Vorgehen der Polizei für überzogen hielten.
Am Tag darauf eskalierte die Situation. Die Polizei hatte ihre Präsenz in dem Viertel verstärkt und wurde daraufhin nach eigenen Angaben von rund 100 Jugendlichen bedrängt. Dabei kam es zu Ausschreitungen. Die Randalierer steckten neben Autos und Mülltonnen auch eine Schule in Brand, der Sachschaden geht vermutlich in die Millionen. 16 Polizisten wurden verletzt.
Mehr Polizei nach Amiens
Frankreichs Präsident Francois Hollande – seit rund 100 Tagen im Amt – schickte nach den Krawallen seinen Innenminister nach Amiens. Er kündigte an, mit allen Mitteln für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Unter anderem soll das Aufgebot an Polizei verstärkt werden.
(agenturen/krua;koua)






