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Schweiz

Schluss mit Selbstanzeigen – Deutsche Steuersünder zittern

Mittwoch, 15. August 2012, 20:53 Uhr

Ob das Steuerabkommen mit Deutschland in Kraft treten wird, ist ungewiss. Deshalb und auf Grund von CD-Käufen durch die Bundesländer erhöht sich der Druck auf Steuersünder. Bisher konnten diese mit einer Selbstanzeige die «Notbremse» ziehen. Das scheint jetzt vorbei zu sein.

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Finanzämter lehnen einem Zeitungsbericht zufolge Selbstanzeigen von Steuerhinterziehern mit Schwarzgeld in der Schweiz häufig ab. Die Behörden würden dies damit begründen, dass die Straftat Steuerhinterziehung durch die Berichte über die Auswertung der Steuer-CDs mit Bankdaten der Hinterzieher bereits entdeckt worden sei, berichtet die «Frankfurter Allgemeine Zeitung».

«Straffreiheit kann daher nicht eintreten», heisse es in den Schreiben der Beamten. Dafür sei es nun zu spät. Die Beamten würden sich auf eine ihnen vorliegende Liste mit den Daten von rund 4000 Deutschen berufen, die Schwarzgeld bei der Credit Suisse deponiert haben sollen, schreibt das Blatt.

Nordrhein-Westfalen provoziert Schweiz

«Die Finanzverwaltung in Nordrhein-Westfalen hat eine ganz harte Linie eingenommen», zitierte die Zeitung einen Steuerstrafverteidiger. Er habe bereits etliche solcher Schreiben gesehen.

Die Schweiz und die Bundesrepublik streiten über den Umgang mit deutschen Steuersündern, die ihr Geld vor dem Fiskus auf Bankkonten in der Eidgenossenschaft verstecken. Nordrhein-westfälische Behörden haben mehrmals CDs mit Daten deutscher Bankkunden gekauft, was in der Schweiz auf scharfe Kritik stösst.

(agenturen/maiu;vaid)