Energiepolitik
BKW schliesst Risse im Druckbehälter aus
Die Betreiberin des AKW Mühleberg ist überzeugt: Der Reaktor-Druckbehälter weist keine von Wasserstoff hervorgerufene Risse auf. Bei einem Behälter desselben Herstellers in Belgien hatte es zuvor Unregelmässigkeiten gegeben.
Die belgische Atomaufsichtsbehörde meldete den Schweizer Kollegen vom Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) den Fehler im Druckbehälter. Daraufhin verlangte das Ensi vom BKW Informationen über den Behälter im AKW Mühleberg.
In einer Zusammenstellung ihrer Abklärungen schreibt die BKW nun: Aufgrund des lückenlosen Nachweises in der Dokumentation «und nach heutigen Kenntnisstand» gebe es im Mühleberger Reaktordruckbehälter keine Risse.
Gleiches Unternehmen, anderes Material
Die BKW stützt diese Aussage vor allem darauf, dass gemäss ihrer Dokumentation die Schweissnähte dann geprüft wurden, als bereits Risse hätten feststellbar sein müssen – sofern das Material wirklich zu viel Wasserstoff enthalten hätte.
Der Druckbehälter von Mühleberg sei lediglich vom gleichen Unternehmen wie in Belgien geschmiedet worden, sagte der Leiter des AKW Mühleberg, Martin Saxer. Der Materiallieferant sei hingegen ein anderer gewesen. Zudem sei der Reaktortyp unterschiedlich und auch die Wandstärke und der Werkstoff unterschieden sich.
Seit langem ist hingegen bekannt, dass das AKW Mühleberg Risse im Kernmantel aufweist. Diese werden mit Zugankern stabilisiert.
(sda/mery;vaid)







