International
Neuer Angriff auf Kontrollposten auf Sinai-Halbinsel
Auf der ägyptischen Halbinsel Sinai hat eine Gruppe bewaffneter Männer einen Kontrollposten angegriffen. Bei dem Überfall in der Stadt Al-Arisch habe es aber keine Opfer gegeben, hiess aus in Sicherheitskreisen.
Erst am Sonntag hätten in der Stadt zwei Männer aus einem Fahrzeug heraus auf eine Polizeiwache gefeuert. Die Polizei habe zurückgeschossen, die Angreifer seien aber entkommen, hiess es weiter.
Die Lage auf der Halbinsel ist gespannt, seit am 5. August 16 ägyptische Grenzpolizisten durch mutmasslich israel-feindliche
Islamisten getötet wurden. Ägyptens Präsident Mohammed Mursi, der erst seit Juni im Amt ist, ordnete daraufhin eine Offensive gegen die Extremisten an und schickte Hunderte Soldaten in das Gebiet.
Israel: Angst vor Anschlägen
In der Wüstenregion auf dem Sinai leben Beduinenstämme, die sich von der Regierung in Kairo im Stich gelassen fühlen, aber auch anti-israelische Extremisten, Waffen- und Drogenschmuggler sowie Sympathisanten der Extremistenorganisation Al-Kaida.
Das Nachbarland Israel befürchtet, dass sich der Sinai zu einem Rückzugsgebiet für Islamisten entwickelt, die von der Halbinsel aus zusammen mit Extremisten aus dem palästinensischen Gazastreifen Anschläge auf den jüdischen Staat verüben.
(reu/weis)



