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International

Iran will nach Erdbeben nun doch internationale Hilfe

Dienstag, 14. August 2012, 18:24 Uhr

Der Iran wechselt seinen Kurs. Drei Tage nach den verheerenden Erdbeben im Nordwesten ist das Land jetzt bereit, Hilfe aus dem Ausland anzunehmen.

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Vize-Präsident Mohammed Reza Rahimi sagte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA, der Iran sei bereit, Hilfe aus dem Ausland anzunehmen.

Noch am Montag hatte der iranische Rote Halbmond mitgeteilt, nach den Erdbeben vom Samstag mit mindestens 306 Toten und 3'000 Verletzten keine Unterstützung zu benötigen. Auch der iranische Innenminister Mohammed Najar hatte internationale Hilfsangebote zurückgewiesen.

Auch die Schweiz wollte helfen

Die neue Haltung legt nahe, dass der Iran doch Probleme mit den Folgen der Erdbeben hat. Den Behörden zufolge sind mittlerweile rund 50'000 Menschen versorgt, die durch die Beben ihr Zuhause verloren hatten.

Mehrere Staaten hatten der iranischen Regierung in den vergangenen Tagen ihre Hilfe angeboten. Unter anderen wollten die Schweiz, Deutschland, die USA, Singapur und Taiwan den Erdbebenopfern zu Hilfe eilen.

Überlebende geborgen

Unterdessen wurden offenbar auch drei Tage nach den verheerenden Erdbeben noch Menschen lebend geborgen. Am Montag hatte Teheran eigentlich mitgeteilt, die Suche nach Verschütteten sei eingestellt worden, weil es keine Hoffnung auf Überlebende gebe.

Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur wurde nun aber am Dienstag eine Frau noch lebend aus den Trümmern ihres Hauses gerettet. Demnach war die Mutter von vier Kindern aus dem Dorf Sorchagu fast 72 Stunden unter den Trümmern begraben. Das iranische Staatsfernsehen vermeldete zudem die Rettung zweier Menschen, die von Spürhunden entdeckt worden seien.

(sda/kunb; mery)