International
Breivik: Personelle Konsequenzen gefordert
Ein Mail-Alarm an die falsche Adresse, Polizisten, die Utoya nicht finden, Geheimdienst-Versagen: Nach dem Bericht zum Massaker in Norwegen wird nun der Ruf nach personellen Konsequenzen laut.
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«Nicht bestanden», zu diesem sehr klaren Urteil ist die Kommission gekommen, die das Verhalten des für die Sicherheit des Landes zuständigen Behörden rund um die Anschläge von letztem Sommer untersucht hat. Besonders schlecht weg kommt die oberste Führung der Regierung und Polizei.
«Es fehlt an einer Führungskultur, wenn es darum geht, Sicherheitsmassnahmen umzusetzen», sagte die Kommissionspräsidenten Alexandra Bech Gjör bei der Präsentation des fast 500-Seiten dicken Berichts. Sie lieferte damit Kritikern der rot-grünen Regierung von Ministerpräsident Jens Stoltenberg eine Steilvorlage.
Ungeduld wächst
Heute fordern nun Kommentatoren in mehreren Tageszeitungen, dass es in der Regierung und in der obersten Polizeiführung einen Wechsel geben muss. Und auch unter manchen Angehörigen der Opfer wächst die Ungeduld.
«Der Bericht bestätigt, was wir schon wussten, dass unsere Behörden im Ernstfall versagt haben, betont der Vater eines auf Utøya ermordeten Mädchens. Und er weist darauf hin, dass in einem anderen Zusammenhang die Verantwortlichen wohl längst entlassen worden wären.







