International
Assad schickt Gesandte nach Peking
Die UNO-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos ist für einen dreitägigen Besuch nach Syrien und Libanon gereist. Der syrische Präsident Bashar al-Assad seinerseits schickt eine Gesandte nach Peking – zu einem der letzten Verbündeten. Ungeachtet desssen gehen die Kämpfe im Land weiter.
Amos sprach in Damaskus mit dem stellvertretenden syrischen Aussenminister Faisal Mekdad. Zudem will Amos mit Behörden und Hilfsorganisationen Gespräche über eine bessere Versorgung der unter den Kämpfen leidenden Zivilbevölkerung sprechen. In Libanon will die UNO-Nothilfekoordinatorin Familien treffen, die aus Syrien geflüchtet sind.
Nach Angaben des UNO-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) sind vor der seit März 2011 anhaltenden Gewalt bisher mehr als 140'000 Menschen aus Syrien nach Libanon, Jordanien sowie in die Türkei und in den Irak geflohen. Mehr als eine Million Menschen sind demnach innerhalb Syriens auf der Flucht.

Glückskette sammelt für syrische Flüchtlinge
Die humanitäre Situation in Syrien verschärft sich weiter. Mehrere tausend Menschen flüchten täglich. Die Glückskette ruft deshalb zu Spenden auf.
Spenden auf das Postkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Syrien»
Am 13. November findet ein Nationaler Sammeltag für Syrien statt.
Assad schickt Gesandte nach Peking
Der Druck auf den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad wird immer grösser. Hilfesuchen schickt er deshalb eine Gesandte zu einem der letzten Verbündeten – nach China. Peking soll ihm Unterstützung zusichern. Die Assad-Gesandte Buthaina Schaaban soll in Peking den chinesischen Aussenminister Yang Jiechi treffen.
China hat an der Seite Russlands in den vergangenen Monaten mehrmals die Verabschiedung einer Resolution im UNO-Sicherheitsrat verhindert, die Sanktionen gegen die syrische Regierung ermöglicht hätte. Peking möchte eine politische Lösung des seit März 2011 tobenden Konflikts finden, in dessen Folge laut Aktivisten bereits mehr als 20'000 Menschen getötet wurden.
Kämpfe nehmen kein Ende
Syrische Truppen sind in Vorstädten von Damaskus, in der Wirtschaftsmetropole Aleppo, Homs und anderen Orten gegen Stellungen der bewaffneten Rebellen vorgegangen. Dabei wurden auch schwere Waffen wie Kampfflugzeuge, Panzer und Artillerie eingesetzt. In der Vorstadt Hamurija bei Damaskus fanden die Bewohner 15 Leichen in den Trümmern eines Hauses, das zuvor aus der Luft bombardiert worden war. Das berichteten Aktivisten. Die Informationen liessen sich zunächst von unabhängiger Seite nicht bestätigen.
In der Wirtschaftsmetropole Aleppo haben sich Rebellen und Regierungstruppen nach Angaben von Oppositionellen erneut Gefechte in zwei Stadtteilen geliefert. Aus den Stadtteilen Seif al-Daula und Salaheddin seien auch Explosionen zu hören gewesen.
(sda/weis/kunb; schl)







