US-Wahlkampf 2012
Obama nimmt sich Romneys Vize vor
Im US-Präsidentschaftswahlkampf hat Amtsinhaber Barack Obama den ersten Angriff gegen den frisch gekürten Vize-Kandidaten der Republikaner gestartet. Mit anfänglichem Lob für Paul Ryan irritierte er zunächst seine Anhänger.
Sein Herausforderer Romney habe sich mit Paul Ryan den ideologischen Anführer der Republikaner im Kongress ausgewählt, sagte Obama.Ryan sei ein anständiger Mann, der die Vision Romneys deutlich zum Ausdruck bringe. «Aber dies ist eine Vision, mit der ich grundsätzlich nicht einverstanden bin», fügte Obama hinzu, was seine Anhänger wieder beruhigte.
Zuvor hatte Obamas Wahlkampfmanager Jim Messina Ryans Haushaltspläne kritisiert. «Der Architekt des radikalen republikanischen Budgets namens Ryan hat ebenso wie Romney weitere Steuerkürzungen für Millionäre vorgeschlagen - und tiefe Einschnitte bei der Bildung», sagte Messina.
Sparen auf Kosten der Alten und Armen
Der 42-jährige Ryan hat sich als Sparpolitiker im Repräsentantenhaus einen Namen gemacht, der Sozialleistungen für alte und arme Menschen kürzen will. Obamas Wahlkampfteam kündigte umgehend nach Ryans Nominierung an, dies bis zu der Wahl am 6. November immer wieder anzusprechen.
Der in Umfragen zurückliegende Romney hatte den erzkonservativen Ryan am Samstag zu seinem Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten auserkoren. Romney will die hohe Staatsverschuldung der USA zum herausragenden Thema im Wahlkampf machen. Obama seinerseits wollte am Montag zu einer dreitägigen Wahlkampfreise durch den US-Staat Iowa aufbrechen.
(sda/koua; schl)






