Schweiz
Höhenfeuer für den Schutz der Alpen
Rund 30 Höhenfeuer setzen in den Bergen des Alpenbogens ein Zeichen für den Schutz des alpinen Lebensraums. Das diesjährige Schweizer «Feuer in den Alpen» im bündnerischen Misox verlieh der Forderung nach einer Alpentransitbörse Nachdruck.
Zusammen mit zwei lokalen Umweltorganisationen verlangte die Alpen-Initiative auf dem Castello di Mesocco die konsequente Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene und die Einführung der Alpentransitbörse, wie die Organisation mitteilte.
Gegen Zerstörung des Ökosystems
Ein Schweizer Strassentunnel am Gotthard würde den klaren Willen der Alpenbevölkerung unterlaufen. Die Europäische Union würde ausserdem den angestrebten einspurigen Betrieb pro Röhre unter Berufung auf das Landverkehrsabkommen anfechten.
Die Alpenschutzkommission (CIPRA Schweiz) teilte im Vorfeld mit, die Schweiz könnte eine Alpentransitbörse als Pilotprojekt starten, da sie als erstes Land über Basistunnels für die Bahn verfügen werde.
Sie sieht in der Sanierung des Gotthard-Strassentunnels die Chance, in der EU das Verständnis für die Alpentransitbörse zu erhöhen – allerdings nur, wenn keine zweite Röhre gebaut wird.
Internationale Aktion
Seit 1988 setzt das traditionelle «Feuer in den Alpen» am zweiten Augustwochenende ein Zeichen für eine nachhaltige Zukunft im Alpenraum und gegen die Zerstörung des Ökosystems in den Alpen.
Die 30 Höhenfeuer werden zeitgleich in den Alpenländern Schweiz, Deutschland, Italien, Österreich und Slowenien entzündet.
(sda/zinv;gern)



