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International

Fast 250 Todesopfer bei Beben im Iran

Samstag, 11. August 2012, 17:17 Uhr, Aktualisiert 12.08.2012, 20:46 Uhr

Die iranischen Behörden haben nach dem schweren Erdbeben die Suche nach Überlebenden eingestellt: 227 Menschen kamen offiziell zu Tode, zudem gebe es mehr als 1380 Verletzte. Tausende hätten die Nacht im Freien verbracht – aus Angst vor Nachbeben.

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Zuvor berichteten die Behörden noch von mindestens 250 Toten – die Zahl wurde nun aber nach unten korrigiert. Dutzende Verletzte starben in den Spitälern der Millionenstadt Täbris in der nordwestlichen Provinz Ost-Aserbaidschan. Dem seismologischen Institut der Universität Teheran zufolge hatte das Hauptbeben, das sich um 14.23 Uhr MESZ ereignete, eine Stärke von 6,2. Das Epizentrum des Erdbebens lag den Angaben zufolge etwa 60 Kilometer von Täbris entfernt.

US-Geologen gaben die Stärke mit 6,3 bis 6,4 an. Es habe bereits mehr als 20 Nachbeben gegeben, wurde berichtet.

Die Zahl der Toten steigt stetig an. (Tagesschau, 19.30 Uhr, 12.08.2012)

Dörfer abgeschnitten

Nur elf Minuten nach dem ersten schweren Beben ereignete sich demnach ein Nachbeben mit einer Stärke von 6,0. Das Erdbebengebiet ist rund 190 Kilometer von der Grenze zur Türkei entfernt, die Distanz zu den Grenzen Armeniens und Aserbaidschans beträgt 90 Kilometer.

Der Chef der Hilfsorganisation Roter Halbmond, Mahmud Mosafar, sagte der Agentur Mehr, zu mehreren Dörfern gebe es keinen Zugang. Ein Verantwortlicher aus Ahar bezifferte die Zahl der betroffenen Dörfer auf etwa 60. Die Rettungsteams hatten 185 Krankenwagen und sieben Hundestaffeln im Einsatz. Mosafar sagte, es gebe teils telefonischen Kontakt zu den Einwohnern. Um die Menschen in den Dörfern zu erreichen, wurden Helikopter eingesetzt.

Bild Verletzter auf Bahre
Die Zahl der Verletzten und Todesopfer nach den Erdstössen steigt weiter an. keystone

Telekommunikation zusammengebrochen

In Täbris leben etwa 1,5 Millionen Menschen. Die amtlichen iranischen Nachrichtenagenturen Mehr und Fars berichteten von einem Zusammenbruch der Telefon- und Mobilfunknetze in der Region. In Täbris flohen viele Bewohner in Panik aus ihren schwankenden Häusern ins Freie.

Die Erschütterungen waren auch in anderen Orten wie Ardebil, Meschkinschahr und Ahar zu spüren. Der Chef der Hilfsorganisation Roter Halbmond, Mahmud Mosafar, sagte der Agentur Mehr, zu mehreren Dörfern gebe es keinen Zugang. Ein Verantwortlicher aus Ahar bezifferte die Zahl der betroffenen Dörfer auf etwa 60.

Mosafar sagte, es gebe teils telefonischen Kontakt zu den Einwohnern. Um die Menschen in den Dörfern zu erreichen, wurden demnach Helikopter eingesetzt.

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Erdbebenzone

Aus dem Innenministerium in der Hauptstadt Teheran hiess es, allein aus der Ortschaft Warseghan seien etwa 50 Menschen verletzt in Spitäler gebracht worden.

Im Iran gibt es häufig Erdbeben, weil dort mehrere tektonische Platten aufeinander treffen. Ein besonders schweres Beben ereignete sich im Dezember 2003. Damals kamen in der Stadt Bam im Südosten des Landes 31'000 Menschen ums Leben. Im Januar dieses Jahres wurden im Nordosten Irans bei einem Erdbeben mehr als hundert Menschen verletzt.

(agenturen/redaktion)