Schweiz
Schweizer wegen Bestechung angeklagt
Die Bundesanwaltschaft hat einen Schweizer Bürger slowakischer Herkunft wegen Bestechung angeklagt. Der Man soll slowakische Amtsträger mit Geld dazu bewogen haben, ein Bauprojekt bei einem Schweizer Konsortium in Auftrag zu geben.
Die Bundesanwaltschaft hatte die Hintergründe der Vergabe untersucht. Wie sie nun mitteilte, hat sie beim Bundesstrafgericht in Bellinzona Anklage erhoben.
Gemäss der Anklage tätigte der Beschuldigte über seine Firma Bestechungszahlungen. Damit sollte das Konsortium, an dem seine Firma beteiligt war, den Auftrag für einen Teil der Tunneltechnologie des Tunnels Branisko zugesprochen erhalten.
Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass er als Geschäftsführer zwischen Juli 2001 und Juni 2002 wiederholt Vermögenswerte seiner Firma unrechtmässig verwendete, um sie an die ausländischen Amtsträger weiterzuleiten. Die mutmasslichen Bestechungszahlungen wurden getarnt durch fingierte Verträge und Rechnungen.
Im Verlauf der Strafuntersuchung habe sich der Vorwurf der Bestechung fremder Amtsträger, der ungetreuen Geschäftsbesorgung oder Veruntreuung, der Urkundenfälschung sowie des Steuerbetrugs erhärtet, schreibt die Bundesanwaltschaft.
(sda/mery;godc)



