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International

Kulturerbe in Aleppo bedroht – USA kritisieren

Freitag, 10. August 2012, 16:12 Uhr, Aktualisiert 21:17 Uhr

Die syrische Armee hat gemäss der Opposition die Zitadelle von Aleppo mit einer Mörsergranate beschädigt. Auch hält in der Metropole die Gewalt gegen Zivilisten an, was die USA zu einem Verbalschlag gegen die Hisbollah-Bewegung veranlasste.

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Die Mörsergranate sei am Eingang der Zitadelle eingeschlagen und habe eine Marmortafel mit dem Namen der Stätte zerstört, erklärte der oppositionelle Syrische Nationalrat. Die Zitadelle gilt als Juwel der islamischen Militärarchitektur des Mittelalters.

USA kritisieren Hisbollah

Die USA haben die Hisbollah-Bewegung scharf für ihre Unterstützung des Assad-Regimes kritisiert. Die Hisbollah spiele eine «entscheidende Rolle» bei den anhaltenden Gewalttaten gegen die syrische Bevölkerung, hiess es in einer Mitteilung. Sie helfe dem Regime mit «Training, Ratschlägen und umfangreicher logistischer Unterstützung». Die Organisation arbeite dabei auch eng mit dem «terroristischen Arm» des Irans, den Revolutionsgarden Al-Kuds, zusammen.

Auch haben die USA neue Sanktionen gegen die Hisbollah erlassen. Allen US-Bürgern sind nun Geschäfte mit der Gruppe verboten.

Der Angriff ziele auf «die Erinnerung und die Geschichte des syrischen Volkes und der gesamten Menschheit». Der Nationalrat forderte die UNO-Organisation für Wissenschaft, Bildung und Kultur (UNESCO) auf, zum Schutz des Kulturerbes einzuschreiten.

Die Wirtschaftsmetropole Aleppo steht weiterhin unter Beschuss (Tagesschau 10.8.2012, 19:30 Uhr)

In der Wirtschaftsmetropole im Norden Syriens dauerten die Kämpfe an. Aus dem Stadtteil Salaheddin wurden schwere Gefechte gemeldet. Dort werde weiter gekämpft, sagte Hussam Abu Mohammed, Kommandant der oppositionellen Freien Syrischen Armee (FSA). «Wir kämpfen weiter um Salaheddin, weil wir diesen Bezirk nicht aufgeben werden.»

Ein weiterer FSA-Kommandant, Abu Omar al-Halebi, hatte erklärt, die Aufständischen hätten sich im benachbarten Stadtteil Sukkari neu gesammelt.

Der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London zufolge nahm die Armee Salaheddin sowie die Stadtteile Sahur und Hanano am Freitagmorgen unter heftigen Beschuss. Dabei seien zwei Zivilisten getötet worden.

In Hanano schlugen von einem Kampfjet abgeworfene Geschosse im Hof des Hauptquartiers der FSA und in einem Wohnhaus ein, wo laut AFP-Reportern mehrere Menschen verletzt wurden. «Wir stehen auf der Seite der Freien Armee, aber sie ist auch verantwortlich dafür, dass das alles hier passiert ist», sagte einer der Bewohner. Aufständische im Hintertreffen

(sda/horm/mery;zinv)