International
Israel lockert Friedensvertrag
Für seinen Kampf gegen Extremisten erhält Ägypten Rückendeckung aus Israel. Entgegen dem Friedensvertrag dürfen ägyptische Truppen und Kampfhelikopter auf der Sinai-Halbinsel eingesetzt werden. Unterdessen konnten ägyptische Sicherheitskräfte auch mehrere islamistische Extremisten verhaften.
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Angesichts der Auseinandersetzungen zwischen Ägypten und mutmasslichen Extremisten auf der Sinai-Halbinsel hat Israel einer vorübergehenden Lockerung der Vorschriften des dort geltenden Friedensvertrags zugestimmt. Die ägyptische Armee dürfe Kampfhelikopter in das Gebiet entsenden, hiess es aus israelischen Regierungskreisen.
Den entsprechenden Beschluss habe das israelische Sicherheitskabinett gefasst. Im Friedensvertrag zwischen Ägypten und Israel von 1979 ist eine Entmilitarisierung der Sinai-Halbinsel vereinbart. Den Vorschriften entsprechend darf dort eigentlich nur ganz wenig Militär stationiert sein.
Militante Islamisten verhaftet
Die Situation auf der Sinai-Halbinsel hat sich in den vergangenen Tagen dramatisch verschärft. Am Sonntag wurden 16 ägyptische Soldaten bei einem Überfall auf einen Grenzposten getötet. Ägypten und Israel machen Palästinenser aus dem Gaza-Streifen und Islamisten vom Sinai für den Angriff verantwortlich.
Als Reaktion auf den Überfall startete die ägyptische Armee am Mittwoch die grösste Militäroperation im Sinai seit Jahrzehnten, dabei wurden nach Angaben aus Armeekreisen 20 Extremisten getötet.
Ägyptische Sicherheitskräfte konnten zudem sechs militante Islamisten festnehmen. Die Männer aus der Extremisten-Hochburg Scheich Suwaid nahe dem palästinensischen Gazastreifen stünden auf der Fahndungsliste des Militärs ganz oben, teilten die Sicherheitskräfte mit. Die Verhafteten werden nun verhört.
(sda/afp/maiu/mery;horm)







