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Schweiz

Elf Tote durch Vergiftung in 2011

Donnerstag, 9. August 2012, 15:54 Uhr

Knapp 5000 Vergiftungsfälle sind 2011 in der Schweiz registriert worden. Elf davon endeten tödlich. Zumeist waren Medikamente oder giftige Tiere im Spiel.

Bild Diverse Tabletten und Pillen in verschiedenen Farben.
Vor allem mit Medikamenten vergiften sich zahlreiche Menschen – zum Teil auch absichtlich. keystone

Das Schweizerische Toxikologische Zentrum (Tox-Zentrum) hat im vergangenen Jahr elf tödliche Vergiftungen registriert. Die Opfer waren durchwegs Erwachsene. Acht von ihnen erlagen einer Medikamentenvergiftung. Bei drei der acht tödlichen Medikamentenvergiftungen war das rezeptfrei erhältliche Schmerzmittel Paracetamol die Ursache, wie das Tox-Zentrum im Jahresbericht 2011 schreibt.

Es sei jeweils absichtlich in einer Überdosis eingenommen worden. Drei Todesfälle gingen auf das Konto von technisch-gewerblichen Chemikalien. Darunter fielen etwa starke Säuren und Laugen, wie sie zu gewerblichen Zwecken genutzt werden, sagte Tox-Zentrum-Direktor Hugo Kupferschmidt.

Insgesamt führte das Tox-Zentrum im Berichtsjahr 35'576 Beratungen durch. Bei mehr als 32'000 ging es um konkrete Giftkontakte, bei den übrigen rund 3400 um Prophylaxe.

Gefährliche Gifttiere

Von 4852 Vergiftungen erhielt das Tox-Zentrum ärztliche Berichte. Mit 2990 Fällen handelte es sich zumeist um Medikamentenvergiftungen. Sie verliefen zwar meist glimpflich machten aber immerhin neun Prozent der schweren Vergiftungen aus.

Schwere Vergiftungen zogen sich gemäss Jahresbericht 340 Erwachsene und 12 Kinder oder Jugendliche zu. Mit 10,6 Prozent den grössten Anteil an schweren Vergiftungen machten Bisse giftiger Tiere aus – vor allem von Schlangen. Mit 10,4 Prozent ging ein fast ebenso grosser Teil der schweren auf das Konto von Drogen und Alkohol. Nur 1,2 Prozent der schweren Vergiftungen wurden von Pilzen verursacht, 0,4 Prozent von Pflanzen. 

(sda/maiu;godc)