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International

Anklage gegen Timoschenko wegen Beihilfe zum Mord

Donnerstag, 9. August 2012, 10:30 Uhr

Die ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko muss sich nicht nur wegen Veruntreuung und Steuerhinterziehung verantworten. Nun ist die Politikerin, die bereits eine Gefängnisstrafe verbüsst, auch wegen Beihilfe zum Mord angeklagt.

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Die Anklage sei fertig, sagte der stellvertretende Generalstaatsanwalt Renat Kusmin der Zeitung «Segodnja». Demnach war Timoschenko vor 16 Jahren am Mord eines Parlamentsabgeordneten beteiligt.

Erst im Juni hatte Präsident Viktor Janukowitsch angedeutet, dass seine Erzrivalin Timoschenko in den Mord an Jewgeni Schtscherban und dessen Frau 1996 verwickelt sei. Schtscherban und Timoschenko mischten damals im lukrativen Gasgeschäft mit.

Sobald die Ärzte die kranke Oppositionsführerin für verhandlungsfähig erklärten, könne das Verfahren beginnen, so der Generalstaatsanwalt weiter. Die Politikerin leidet an einem schweren Bandscheibenvorfall.

Prozess monatelang verschoben

Neben der neuen Anklage wegen Beihilfe zu Mord muss sich die Politikerin dann auch wegen angeblicher Steuerhinterziehung und Veruntreuung während ihrer Zeit als Chefin des Staatskonzerns Vereinigte Energiesysteme der Ukraine vor Gericht verantworten. Dieser Prozess war bereits mehrfach verschoben worden.

Timoschenko sitzt bereits seit Oktober im Gefängnis. Dort verbüsst sie eine siebenjährige Haftstrafe, zu der sie wegen Amtsmissbrauchs verurteilt worden war.

(sda/dpa/godc;horm)