Inhalt

Schweiz

Reisebüros streichen nach Anschlägen Ausflüge auf Sinai-Halbinsel

Chris Faschon
Mittwoch, 8. August 2012, 16:42 Uhr

Die Anschläge auf der Sinai-Halbinsel haben die Touristen-Destinationen bisher nicht betroffen. Das Departement des Äusseren (EDA) hat die Lage für Reisende neu beurteilt, die Warnungen aber nicht verschärft. Reisen ins Innere der Halbinsel sind von den Reisebüros aber gestrichen worden.

Weil die Touristen-Destination wie Sharm-el-Sheik von den Anschlägen der vergangenen Tage nicht tangiert werden, haben weder das EDA noch die grossen Reisebüros ihre Massnahmen angepasst.

Bild Kloster in den Bergen der Halbinsel.
In den Bergen der Halbinsel wird es gefährlich. reuters

«Gefahr für Individualreisende»

«Die Badeorte an der Küste können besucht werden. Auf der Sinai-Halbinsel sind in den vergangenen Jahren mehrere Anschläge verübt worden. Das Risiko von Attentaten besteht weiterhin», so das EDA in seiner neusten Einschätzung. Von Reisen in den Norden und Individualreisen ins Innere des Sinai werde aber «abgeraten».

Zurückhaltend reagieren auch die Reisebüros. Hotelplan Suisse hat Ausflüge in den Norden abgesagt. «Die Situation wird täglich vor Ort neu beurteilt.» Gefahr bestehe vielmehr für Individualreisende, die «nicht jeden Tag am Strand verbringen wollen», so das Reisebüro gegenüber «SF Online».

«Gäste mehrfach informiert»

Kuoni hatte schon vor Monaten keine Reisen mehr ins Innere der Halbinsel angeboten. Kleine Ausflüge finden weiter statt. «Die Orte, wo etwas passiert, sind zu weit weg. Und wir haben keine Individualreisenden, die tief in die Wüste zum Trekking gehen. Wir bieten dies nicht an», so der Veranstalter auf Anfrage.

Icon

Auch Tui hat «nichts geändert nach den Anschlägen». An der Grenze habe man seit 2012 keine Angebote mehr im Programm. Auch Tui aber hat das Ausflugsprogramm ins Innere des Sinai gestrichen. «Sicherheit steht im Vordergrund», so der Sprecher. «Wir informieren alle Gäste mehrfach, auch Individualreisende, auf die Sicherheitslage.» Anfragen wegen Umbuchungen habe es in den vergangenen Tagen keine gegeben.