Schweiz
Helvetas bekommt Macht der olympischen Ringe zu spüren
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wacht genauestens über die Verwendung seiner berühmten fünf Ringe. Das bekam das Schweizer Hilfswerk Helvetas zu spüren. Es musste ein Inserat zurückziehen.
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Der Dachverband Swiss Olympic wurde nach Rücksprache mit dem IOC beim Hilfswerk vorstellig. Dieses löschte daraufhin ein Inserat, dessen Sujet sich auf das olympische Emblem anlehnte, von der Internetseite. Swiss Olympic bestätigte auf Anfrage einen entsprechenden Bericht der Gratiszeitung «20 Minuten».
Beim Inserat handelte es sich laut Helvetas um ein «Füllinserat», welches den Medien zur freien Verfügung steht und für dessen Abdruck Helvetas nichts bezahlen muss. Es zeigt fünf mit Wasser gefüllte Gläser in der Anordnung der Olympiaringe, begleitet vom Text: «Die verbreitetste Disziplin in Afrika: Wasser tragen.»
Ein Grenzfall
Man sei sich natürlich im Klaren gewesen, dass es sich bei den Olympischen Ringen um ein geschütztes Logo handle. «Wir waren allerdings der Meinung, dass das Markenrecht in dieser starken Abwandlung nicht zum Tragen kommt.»
Markenrechtlich handelt es sich gemäss Swiss Olympic tatsächlich um einen «Grenzfall». Weil es ausserdem ein Hilfswerk betroffen sei, habe der Verband das Gespräch gesucht und auf die Androhung weiterer Schritte verzichtet. Die Verwendung der «wertvollen Ringe» stehe aber nur den Sponsoren zu; «das ist der grosse Mehrwert, den unsere Partner haben».
Laut dem Helvetas-Sprecher hat Swiss Olympic die Konsequenzen im Falle einer Weiterführung des Inserats aber durchaus deutlich gemacht und mit einer Konventionalstrafe gedroht. Man sei der Aufforderung trotz der wackligen rechtlichen Grundlage deshalb nachgekommen. Dass das Inserat vereinzelt immer noch abgedruckt werde, haben man aber bisher nicht verhindern können.
(sda/koua;fasc)






