Vermischtes
«Curiosity» fit für Mars dank Innerschweizer Technik
Nicht nur die US-Raumfahrtbehörde Nasa ist in Jubel ausgebrochen, als ihr Marsmobil «Curiosity» am Montagmorgen kurz nach 7.30 Uhr (MESZ) seine Räder auf den roten Planeten setzte. Auch eine Innerschweizer Firma ist überglücklich – denn ihre Technik flog mit.
«Es ist fast wie ein Kind, das auf die Welt kommt», schwärmt Eugen Elmiger, Chef von Maxon Motor in Sachseln (OW), über die erfolgreiche Marslandung vom Montag.
Das Kind heisst «Curiosity». Das Marsmobil hat seine Einsatzfähigkeit auf dem Mars auch den Mitarbeitern von Maxon Motor zu verdanken.
«Ohne die Sensorik wäre der Roboter blind»
Das 6rädrige Fahrzeug verfügt nämlich über zahlreiche Anwendungen, darunter ein chemisches Labor, einen Laser, mehrere Videokameras und einen Roboterarm mit Bohrer. All diese Systeme werden mit winzigen Drehscheiben, sogenannten magnetischen Polrädern, angetrieben. Damit kann die genaue Position der Geräte auf dem Fahrzeug bestimmt werden.
«Ohne die Sensorik wäre der Roboter blind», erklärt Elmiger die Aufgabe der Polräder. Ohne sie werde der Roboter nicht lange überleben. Nebst präziser Ortsangabe muss die Technik aber auch extrem widerstandsfähig sein und sowohl hohen Temperaturen als auch extremen Minustemperaturen trotzen.
Doch damit nicht genug: 2018 will die Europäische Raumfahrtbehörde (ESA) den nächsten Roboter auf den Mars schicken – wieder mit der Technik des Unternehmens in Sachseln.
(sf/buev; fref)



