Vermischtes
ETH-Professor: «Vorstufen von Leben darf man erwarten»
Nach der geglückten Landung des Mars-Rovers «Curiosity» beginnt die eigentliche Arbeit. In den kommenden zwei Jahren könnte das Gefährt der Nasa Hinweise liefern, ob Leben auf dem Mars möglich ist. Experten setzen grosse Hoffnungen in den Roboter.
«Wir würden etwas über die Häufigkeit von Leben im Universum erfahren», erklärt der ETH-Professor Arnold Benz in der «Tagesschau». Der Astrophysiker hofft auf Antworten auf zentrale Fragen der Forschung: «Wie viele Planeten sind bewohnt? Können wir erwarten, dass es Leben gibt oder sind wir die Einzigen? Alles ist möglich und ‹Curiosity› wird diesen Bereich der Wahrscheinlichkeit stark einschränken», so Benz.
Benz hält den Rover für eine technische Meisterleistung. Anders als frühere Mars-Gefährte könne «Curiosity» gesteuert werden – an eine Stelle, an der das Leben vielleicht entstanden sei, dorthin also, wo es einst Wasser gab.
«Dort würde man nach organischen Molekülen suchen» – jenen Bausteinen also, die sich in der Entwicklung des Lebens aufgebaut haben zu immer grösseren Verbindungen bis hin zur Entstehung eines Zellkerns. Benz sagte, er rechne zwar nicht damit, dass man Zellen und damit effektiv Leben finden werde. «Vorstufen von Leben kann man aber realistischerweise erwarten.»
Suche nach den Zutaten des Lebens
«Curiositys» wissenschaftliche Aufgabe ist es, nach den für Leben notwendigen Zutaten zu suchen: Kohlenstoff, Stickstoff, Phosphor, Schwefel und Sauerstoff. Der Rover ist nicht dafür ausgerüstet, lebende oder fossile Mikroorganismen zu entdecken. Für eine definitive Antwort müssen zukünftige Missionen Marsgestein zur Erde zurück fliegen. Während der kommenden zwei Jahre wird «Curiosity» dafür über einen fünf Kilometer hohen Berg am Kratergrund fahren, Steine anbohren und Erde aufnehmen.
(agenturen/sf/krua;mery)







