Krise im Euro-Land
Monti rudert bei der Euro-Politik zurück
Nach heftiger Kritik hat Italiens Ministerpräsident Mario Monti die umstrittene Äusserungen zu einer stärkeren Handlungsfähigkeit von EU-Regierungen ihren Parlamenten gegenüber «präzisiert».
«Ich habe in keiner Weise beabsichtigt, eine Begrenzung der parlamentarischen Kontrolle über die Regierungen herbeizuwünschen», hiess es in Montis in Rom veröffentlichter Mitteilung.
Monti wollte nach seiner Darstellung im umstrittenen Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» vom Wochenende nur die Notwendigkeit unterstreichen, dass auf dem Weg zur europäischen Integration «ein ständiger und systematischer Dialog zwischen Regierung und Parlament beibehalten wird.»
Kritik aus Brüssel und Berlin
Die EU und Deutschland hatten mit grossem Unverständnis auf die Äusserungen Montis reagiert. Kanzlerin Angela Merkel und Bundestagspräsident Norbert Lammert verteidigten die Mitspracherechte des Bundestages in der Europapolitik ausdrücklich als unverzichtbar.
Im Laufe von Regierungsverhandlungen auf EU-Ebene könne sich dann «eine gewisse Flexibilität als nötig erweisen, um eine Vereinbarung zu erzielen». Dies müsse sich immer im Fahrwasser gemeinsamer Entscheidungen mit dem eigenen Parlament vollziehen.
(sda/dpa/blur;fasc)







