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International

Kino-Blutbad: Psychiaterin warnte vor Amokläufer

Freitag, 3. August 2012, 5:02 Uhr

Die Psychiaterin des angeklagten Kino-Amokläufers von Aurora hat nach US-Medienberichten lange vor der Tragödie Alarm geschlagen. Ihre Informationen hätten die Polizei aber nie erreicht. US-Politiker fordern unterdessen eine Verschärfung der Waffengesetze.

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Der Geisteszustand des 24jährigen sei so auffällig gewesen, dass ein spezielles Sicherheitsteam der Universität im US-Staat Colorado die Psychiaterin auf ihn aufmerksam gemacht habe.

Frühzeitige Warnung

Die Ärztin habe ihre Warnungen sechs Wochen vor der Ermordung von zwölf Menschen während einer Premiere des neuen Batman-Films «The Dark Knight Rises» ausgesprochen, berichtete die «Denver Post». Sie seien jedoch nie an die Polizei weitergegeben worden. Die Universitätsleitung nahm zu den Vorwürfen keine Stellung, wie die Zeitung schrieb, da Aussagen gegenüber Medien zu dem Fall gerichtlich verboten seien.

Der beschuldigte James Holmes sitzt wegen des Mordes an zwölf Menschen und Mordversuchs in mehr als 100 Fällen in Haft. Er soll schwer bewaffnet in dem Kino um sich geschossen haben. Mit einer Eröffnung des Prozesses wird nicht vor September gerechnet. Im Zentrum des Verfahrens dürfte die Frage stehen, ob Holmes zurechnungsfähig ist.

Amoklauf seit langem geplant (Tagesschau am Mittag, 21.07.2012)

Verschärfung der Waffengesetze initiiert

Als Reaktion auf das Massaker haben Vertreter der Demokraten im Kongress eine Verschärfung der Waffengesetze auf den Weg gebracht. Der Entwurf sieht ein Verkaufsverbot für grosse Mengen Munition über das Internet vor.

Dem von Senator Frank Lautenberg und der Abgeordneten Carolyn McCarthy vorgestellten Gesetzesentwurf werden aber kaum Chancen eingeräumt, da eine Mehrheit im Kongress strengeren Waffengesetzen ablehnend gegenübersteht. «Es ist eine Sache, ein Paar Schuhe online zu kaufen», erklärte Lautenberg. «Aber es sollte mehr als nur einen Mausklick bedürfen, um tausende Schuss Munition anzuhäufen.»

Kauf von über 1000 Schuss meldepflichtig

Das Gesetz würde den Verkauf von Munition auf zugelassene Waffengeschäfte beschränken und Bestellungen im Umfang von mehr als 1000 Schuss meldepflichtig machen. Der mutmassliche Todesschütze von Colorado soll in den zwei Monaten vor der Bluttat mehr als 6000 Schuss Munition im Internet erworben haben.

(agenturen/halp;mery)