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Schweiz

Anwältin: «Varone wurde unter günstigen Bedingungen entlassen»

Donnerstag, 2. August 2012, 18:48 Uhr, Aktualisiert 19:58 Uhr

Die schnelle Freilassung des Walliser Polizeikommandanten Christian Varone aus türkischer Haft wirft Fragen auf. «Schweiz aktuell» liegt ein Interview mit der türkischen Anwältin von Varone vor. Sie spricht darin von einer sehr vorteilhaften Freilassung.

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Walliser Polizeichef offenbar dank guten Beziehungen in Freiheit (Schweiz aktuell, 02.08.2012)

Der Walliser Polizeikommandant soll den streitbaren Fundgegenstand auf einer Wiese gefunden haben. Er wollte diesen als Andenken mit nach Hause nehmen, sagt seine Anwältin Yasemin Mataraci einer türkischen Journalisten im Interview, das «Schweiz aktuell» teilweise veröffentlicht.

Bekannter aus dem Wallis

Varone habe nicht gewusst, dass dies strafbar sei und dieser Gegenstand einen historischen Wert habe. Varone sass vier Tage lang in der Türkei in Haft. Ihm wird vorgeworfen, er habe einen Stein aus einer archäologischen Fundstätte ausser Landes bringen wollen.

Varones schnelle Freilassung wirft Fragen auf. In ähnlichen Fällen mussten Ausländer wochen- oder gar monatelang in türkischer Haft verbringen. «Es gibt keine Kaution, keine Überwachungsmassnahmen durch die Justizbehörden, kein Ausreiseverbot. Er wurde also unter möglichst günstigen Bedingungen entlassen», sagt Varones Anwältin.

Laut Informationen von «Schweiz aktuell» verdichten sich die Anzeichen, dass ein Walliser Bekannter von Varone seine Beziehungen zu einem mächtigen Wirtschaftsführer in der Türkei spielen liess. Dieser habe seinerseits in höchsten türkischen Regierungskreisen für Varone Partei ergreifen können.

Am Freitag nimmt Christiane Varone an einer Medienkonferenz persönlich Stellung zu den Vorkommnissen in der Türkei.

(sf/muei;fasc)