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Assad lobt Einsatz seiner Soldaten – Gefechte erreichen Christenviertel
Syriens Armee befindet sich nach den Worten von Staatschef Baschar al-Assad in einer «heldenhaften und entscheidenden Schlacht». Von diesem Kampf hänge «das Schicksal unseres Volkes und unserer Nation ab». In Aleppo dauern die Kämpfe derweil an und erstmals wird auch in Christenvierteln gekämpft.
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«Der Feind ist heute unter uns und nutzt Agenten, um das Land und die Sicherheit seiner Bürger zu destabilisieren und unsere wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Ressourcen aufzubrauchen», sagte Assad anlässlich des 67. Jahrestages der Armeegründung.
Assad, der seit gut eineinhalb Jahren einen regierungskritischen Aufstand im Land blutig niederschlagen lässt, wandte sich an die syrischen Soldaten und lobte ihren Einsatz gegen den «Feind» im Land: «Ihr Männer des Vaterlandes habt dem gegen unser Land geführten Krieg und den terroristischen Banden die Stirn geboten und gezeigt, dass Ihr einen eisernen Willen habt.»
Mit dem Begriff der Terrorbanden bezeichnet die Führung seit jeher die Aufständischen und Oppositionellen im Land, denen sie vorwirft, in Syrien «Chaos» stiften zu wollen.
Aleppo umkämpft
Die syrische Armee und Rebellen kämpfen derweil erbittert um die Kontrolle über die Grossstadt Aleppo. Explosionen waren zu hören und Artilleriesalven erleuchteten den Nachthimmel. Aufständische machten sich mit ihren Fahrzeugen auf den Weg zu den Gefechten. Sie nahmen drei Polizeiwachen ein. Aus Hubschraubern feuerten Soldaten auf die Aufständischen.
Die Rebellen kontrollieren nach eigenen Angaben einen grossen Bogen, der Stadtbezirke im Osten und Südwesten umfasst. In den vergangenen Tagen konzentrierten sich die Gefechte auf den südwestlichen Stadtteil Salaheddine.
Nach Einschätzung von Reuters-Journalisten vor Ort hat keine der beiden Seiten die Oberhand in dem Viertel. Ein Journalist sagte, Salaheddine gleiche einer Geisterstadt ohne Anzeichen von Leben. Die Geschäfte seien geschlossen. Auch in anderen Stadtteilen wurde gekämpft.
Kämpfe nun auch in Christengebieten
Nahe der christlichen Altstadt von Damaskus sind erstmals Kämpfe zwischen Sicherheitskräften und Rebellen aufgeflammt. Die Schiessereien ereigneten sich an den Rändern der Stadtteile Bab Tuma und Bab Scharki, teilten die Syrischen Menschenrechtsbeobachter in London mit.
Gefechte in diesen Gebieten habe es zuvor noch nicht gegeben, da die Rebellen zu den Vierteln bislang keinen Zugang gehabt hätten, teilte die Organisation mit. Ersten Meldungen zufolge sei ein Regierungssoldat getötet worden.
Die Christen machen in Syrien etwa zehn Prozent der Bevölkerung aus. Dem Aufstand gegen das Regime von Assad stehen die meisten von ihnen reserviert gegenüber, da sie in Syrien formal mit der muslimischen Mehrheitsbevölkerung gleichgestellt sind. Sie befürchten daher eine Machtübernahme von Islamisten.
Amnesty-Bericht belastet Assad schwer
Amnesty International sieht im Angriff der syrischen Regierungstruppen auf Aleppo den Höhepunkt eines monatelangen brutalen Vorgehens gegen Andersdenkende.
Der Bericht, der auf Recherchen der Menschenrechtsorganisation von Ende Mai in Aleppo basiert, dokumentiert, wie Regierungstruppen und die Regime-treue Schabiha-Miliz Protestierende getötet und verletzt haben.
Betroffen seien auch Unbeteiligte und Kinder gewesen. Verletzte seien gejagt worden. Folter sei routinemässig eingesetzt worden. Auf Proteste habe die Staatssicherheit mit rücksichtslosem und brutalem Einsatz von Gewalt reagiert.
(sda/hesa;godc)







