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Schweiz

Was sich Politiker zum 1. August wünschen

Dienstag, 31. Juli 2012, 18:20 Uhr, Aktualisiert 21:15 Uhr

Bereits einen Tag vor dem Geburtstag der Schweiz haben die Feiern zum 1. August begonnen. So traten die Bundesräte Ueli Maurer und Alain Berset an die Rednerpulte. Mit teils gegensätzlichen Botschaften.

Bild Bundesrat Ueli Maurer. (keystone)
Die Schweiz soll sich nicht unterkriegen lassen, fordert Maurer. keystone/archiv

Sowohl Berset wie Maurer äusserten sich in ihren 1.-August-Ansprachen zur Europapolitik. Für SVP-Bundesrat Maurer ist die wichtigste Aufgabe der Schweiz, in den kommenden Jahren dem Druck und den Begehrlichkeiten der EU standzuhalten. Dies sagte er im zürcherischen Hinwil und in St. Margreten (SG).

SP-Bundesrat Berset wiederum plädierte in Middes (FR) für Weitsicht, Pragmatismus und eine realistische Einschätzung der eigenen Stärke und derjenigen des Verhandlungspartners. Dabei sei strategisches Denken gefragt: «Die alten Eidgenossen konnten ihre Stärke – meistens – realistisch einschätzen und dann das Maximum herausholen.»

Während Berset am 1. August noch zwei Auftritte bestreitet, bricht Maurer zu einem Reden-Marathon auf. Insgesamt sechs Mal hält er seine Ansprache.

FDP-Bundesrat als einziger ohne Rede

Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf wird sich am Mittwoch in einer Radio- und Fernsehansprache ans Volk wenden und am Abend in Märstetten (TG) an der Bundesfeier teilnehmen. Zuvor hat sie im traditionellen 1.-August-Gespräch mit SF Stellung zu aktuellen Themen genommen.

Bundesrätin Doris Leuthard fährt am 1. August aufs Jungfraujoch zum 100-Jahr-Jubiläum der Jungfraubahnen. Bundesrätin Simonetta Sommaruga tritt in Huttwil (BE) ans Rednerpult, während Aussenminister Didier Burkhalter den Tag in London im «Swiss House» mit der Schweizer Olympiadelegation feiert. Als einziges Mitglied der Landesregierung hält Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann keine Rede.

Die Reden der Parteipräsidenten

Die Präsidenten der nationalen Parteien nutzen den Bundesfeiertag, um auf ihre politischen Kernanliegen aufmerksam zu machen. So ruft SP-Parteipräsident Christian Levrat in einer Videobotschaft zu einem stärkeren Engagement dafür auf, «dass die Früchte unserer Arbeit gerecht verteilt werden».

Es sei eine Zumutung, wenn wenige den Wohlstand der Schweiz für sich beanspruchen, so Levrat weiter.

CVP-Präsident Christophe Darbellay fordert indes bessere Rahmenbedingungen für junge Familien. Er wirbt für die Familieninitiative der CVP, welche die Abschaffung der Heiratsstrafe verlangt. Auch soll unverheirateten Paaren der Schritt in die Ehe versüsst werden – mit einem Steuerabzug von bis 5000 Franken für die Hochzeitskosten.

Bild CVP-Parteipräsident Christophe Darbellay während einer Rede.
Er wird seine 1.-August-Rede in Simplon Dorf halten: Christophe Darbellay. keystone/archiv

SVP-Präsident Toni Brunner bewirbt in einem Brief an alle Schweizer Haushalte die sogenannte Durchsetzungsinitiative. Mit ihr soll die Umsetzung der Ausschaffungsinitiative forciert werden. Brunner feiert den 1. August selbst in Grosswangen (LU) mit der SVP Luzern. Später tritt er zudem in Wängi (TG) auf. BDP-Präsident Martin Landolt zieht es in seinen Heimatkanton, nach Mollis (GL). Keine Rede halten wird FDP-Präsident Philipp Müller.

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(sda/mery; rufi)