Schweiz
Die Bundespräsidentin und ihr Wunschbild von der Schweiz
Die Schweiz solle die Tradition bewahren, gleichzeitig aber offen sein für die Herausforderungen der Zukunft. Das ist der Appell von Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf zum diesjährigen Nationalfeiertag. Im traditionellen 1.-August-Gespräch mit SF nimmt die Bundesrätin aber auch Stellung zu aktuellen Fragen wie dem Steuerstreit mit Deutschland.
Im Gespräch mit Bundeshaus-Korrespondent Hanspeter Trütsch äussert sich Eveline Widmer-Schlumpf zu den Käufen von Daten-CDs durch deutsche Bundesländer: «Wir haben in Bezug auf die Daten-CDs immer wieder unsere klare Haltung kundgetan.» Seitens der Schweiz sei der Vorschlag für ein gutes Abkommen gemacht worden, das keinen CD-Diebstahl beinhalte.
Darin würden auch keine gestohlenen CDs als Mittel zur Untersuchung akzeptiert. Diesbezüglich gebe es keine Änderungen am Abkommen mit Deutschland, bekräftigt die Vorsteherin des Finanzdepartements.
«Die Zukunft gestalten»
Das Gespräch zum Schweizer Nationalfeiertag wurde im bündnerischen Juf aufgezeichnet. Kein Zufall, wie Widmer Schlumpf betont: «Juf steht dafür, dass man wieder etwas Weitsicht haben sollte, dass man aus den Alltagsproblemen wieder herauskommt, die Zukunft gestalten muss. In einer solchen Region wird einem das wieder bewusst.»
Und was bedeutet für die Bundespräsidentin Heimat? «Heimat ist dort, wo die Menschen sind, die mich verstehen und gerne haben und die ich verstehe und gerne habe. Heimat kann irgendwo sein, aber für mich ist es diese Gegend hier, ist es der Kanton Graubünden. Aber es ist auch Bern, wo ich sehr viele gute Freunde habe.»
(sf/galc/schj;horm)



