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Wirtschaft

Bank Sarasin mit Mühe bei Neugeldern

Montag, 30. Juli 2012, 8:04 Uhr

Die Basler Privatbank Sarasin hat im ersten Halbjahr deutlich weniger verdient: Der Konzerngewinn sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 29 Prozent auf 48,2 Mio. Franken. Bei den Neugeldern lief die Konkurrenz der Bank davon.

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Der Betriebsertrag im ersten Semester 2012 blieb mit 330,3 Millionen Franken 9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das Neugeldwachstum belief sich auf 0,5 Mrd. Franken, in der ersten Jahreshälfte 2011 waren es noch 3,9 Milliarden Franken gewesen.

Per Ende Juni verwaltete Sarasin 99,1 Milliarden Franken Kundengelder. Im Vergleich mit der Konkurrenz konnte Sarasin nicht Schritt halten: Bei den neuen Kunden hatten Julius Bär und Vontobel mehrere Milliarden Franken eingesammelt. Sarasin war in der Affäre Hildebrand in die Schlagzeilen geraten, weil Bankdaten an die Öffentlichkeit geraten waren.

Die Entwicklung der Ertragslage reflektiere die gestiegene Unsicherheit in Folge der Zuspitzung der Euro-Schuldenkrise und die Zurückhaltung der Anleger, teilte Sarasin mit. Zudem seien die durchschnittlichen Kundenvermögen im Vergleich mit der Vorjahresperiode tiefer.

Geschäftsziele werden überprüft

Die Erträge im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sanken entsprechend um 13 Prozent auf 202,3 Millionen Franken. Die Erträge aus dem Zinsengeschäft reduzierten sich um 6 Prozent auf 70,3 Millionen Franken. Auch im Handelsgeschäft musste Sarasin einen Rückgang von 10 Prozent auf 46,1 Millionen Franken mitnehmen.

Aufgrund der schwierigen Geschäftsentwicklung im ersten Quartal hat Sarasin bereits erste Massnahmen auf der Kostenseite eingeleitet, wie die Privatbank schreibt. Zudem würden die bisherigen mittelfristigen Geschäftsziele überprüft.

Wie Sarasin weiter mitteilte, darf die Safra Gruppe die bisher von der Rabobank gehaltene Mehrheit an der Bank Sarasin erwerben. Alle Genehmigungen lägen vor, hiess es.

(sda/reuters/frua; engf)