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24fache Mordanklage wegen Massaker in Kino
Der mutmassliche Todesschütze von Colorado muss sich wegen 24fachen Mordes verantworten. Ausserdem hat die Staatsanwaltschaft mehr als 142 weitere Anklagepunkte gegen den 24jährigen James Holmes erhoben.
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Die Staatsanwaltschaft verfolgt zwei unterschiedliche Mordvorwürfe gegen Holmes: Zu der Anklage wegen zwölffachen Mordes kommen zwölf weitere Anklagepunkte, weil der Schütze mit «verwerflicher Gleichgültigkeit» getötet haben zu soll. Zudem legte ihm die Staatsanwaltschaft auch versuchten Mord und Sprengstoffbesitz zur Last. Sie erwägt nach eigenen Angaben, die Todesstrafe für Holmes zu fordern. Eine Entscheidung darüber muss spätestens 60 Tage nach der Anklageerhebung fallen.
Die Todesstrafe wird in Colorado äusserst selten verhängt. Seit der Wiedereinführung in den 70er Jahren wurde in dem Bundesstaat erst ein Straftäter hingerichtet.
Holmes versteht Anklagepunkte
Der 24jährige Holmes soll kurz nach Mitternacht am 20. Juli bei einer Premierenvorstellung des neuen «Batman»-Films in Aurora nahe Denver wahllos ins Publikum geschossen und dabei zwölf Menschen getötet und 58 verletzt haben. Zehn Überlebende des Massakers werden weiter im Spital behandelt, vier von ihnen befinden sich in kritischem Zustand.
Ausserdem hatte er laut Polizei in seiner Wohnung Sprengfallen aufgestellt, die ebenfalls Menschen töten sollten. Die Polizei konnte die Sprengsätze aber entschärfen. Zu den Motiven hinter der Tat ist weiterhin nichts bekannt.
Holmes war vor einer Woche erstmals vor Gericht erschienen. Der junge Mann hatte dabei kein Wort gesagt und wirkte geistig abwesend. Das führte zu Spekulationen, dass Holmes möglich unter dem Einfluss von Medikamenten gestanden habe. Bei der jüngsten Anhörung wirkte er konzentrierter. Auf die Frage vom Richter, ob er die Anklagepunkte verstehe, antwortete er mit «Ja».
(dpa/muei/mery; rufi )



