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International

Ausbruch von Ebola in Uganda

Samstag, 28. Juli 2012, 18:33 Uhr

Im zentralafrikanischen Staat Uganda ist das hochansteckende und extrem gefährliche Ebola-Virus aufgetaucht. Bereits sind 14 Menschen daran gestorben. Mindestens 6 weitere Personen sind mit Ebola infiziert.

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Vertreter der ugandischen Regierung und der Weltgesundheitsorganisation WHO haben in der ugandischen Hauptstadt Kampala den Nachweis des Virus' bestätigt. Sie beendeten damit wochenlange Untersuchungen und Spekulationen.

Unter den 14 Todeopfern befinden sich auch eine Medizinerin und ihr 4 Monate altes Baby. Ihre Leichen wurden für Forschungszwecke speziell isoliert.

Die ugandische Regierung rief die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. Eine Sonderkommission sei eingesetzt worden, um die Verbreitung des Virus‘ zu stoppen.

Noch gestern hatte Joaquim Saweka, der WHO-Repräsentant in Uganda, erklärt, es sei «nicht sicher» ob es neue Fälle von Ebola gebe. Ein Vertreter der ugandischen Gesundheitsbehörde hatte entsprechende Spekulationen sogar als «Gerücht» abgetan.

Virus hochansteckend und extrem tödlich

Die neuen Ebola-Fälle sind im Distrikt Kibaale, im Westen Ugandas festgestellt worden. Dort erkrankten etliche Menschen an einem tödlichen Fieber, das aus dem Nichts zu kommen schien. Es veranlasste bereits eine Reihe von Ugandern zur Flucht.

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In Uganda kamen im Jahr 2000 mindestens 224 Menschen an den Folgen von Ebola ums Leben. Viele Angehörige von Ebola-Opfern sind bis heute traumatisiert.

Das Ebola-Virus führt bei Menschen zu Fieber. Es gilt als hochansteckend und führt innerhalb kurzer Zeit zum Tod. 50 bis 90 Prozent der Infizierten, überleben das Fieber nicht. Medikamente gegen das Virus gibt es nicht.

Herkunft immer noch unbekannt

Das Virus wurde erstmals 1976 in Zaire (Demokratische Republik Kongo) festgestellt; es ist nach einem dortigen Fluss benannt. Wissenschaftlern ist es bis heute nicht gelungen, die Herkunft von Ebola zu klären. Vermutet wird, dass das Virus von infizierten Affen auf Menschen übertragen worden sein könnte.

Das Virus kann auf mehrere Arten von Mensch zu Mensch übertragen werden, inklusive durch direkten Körperkontakt oder Kontakt mit Ausscheidungen einer infizierten Person. Stark gefährdet sind unter anderen Trauernde bei Begräbnissen von Ebola-Opfern. Die ugandischen Behörden warnten ihre Landsleute vor unnötigen Kontakten mit Personen, die mit dem Virus infiziert sein könnten.

(agenturen/sf/vaid)