Schweiz
Österreicher fordern mehr Informationen zu Mühleberg
Wie gut ist das AKW Mühleberg gegen Naturkatastrophen gerüstet? Eine Frage, die man sich nicht nur hierzulande stellt, sondern auch im angrenzenden Ausland. Ein österreichisches Gutachten zu Mühleberg bringt zwar keine neuen Erkenntnisse, die Nachbarn haben aber noch einige Fragen.
Die österreichischen Umweltbehörden haben ein mehrere hundert Seiten dickes Gutachten zum Schweizer Atomkraftwerk Mühleberg erstellt. Das Nachbarland listet darin fast zwei Dutzend Empfehlungen zur Anlagetechnik in der gut 30 Jahre alten Anlage im Kanton Bern ab.
Fragen, die man sich auch in der Schweiz stellt
In dem Gutachten, dass die österreichischen Behörden im Mai an die Schweiz übergaben und das nun von der Atomaufsicht Ensi veröffentlicht wurde, fordern die Österreicher beispielsweise eine Prüfung, ob ein Hochwasser in Kombination mit einem leichten Erdbeben zu einem unkontrollierten Ansteigen des Aare-Wasserspiegels führen könnte.
Das Gutachten sei kein Misstrauensvotum an die Arbeit der Schweizer Atomaufsichtsbehörde, heisst es in einem Bericht des österreichischen Umweltministeriums. «Bahnbrechende Erkenntnisse hat die Fachstellungnahme nicht gebracht, da wir uns ausschliesslich auf veröffentlichte Unterlagen gestützt haben», wird der Abteilungsleiter Nuklearkoordination zitiert.
Noch mehrere offene Fragen
Österreich fordert jedoch detailliertere Informationen als «wir bislang in den regulären bilateralen Gesprächen gefordert und erhalten haben», heisst es in der Mitteilung weiter. Die noch nicht veröffentlichten Dokumente sind ebenfalls in der Studie aufgelistet.
Das Ensi will sich noch im Herbst mit den zuständigen Stellen in Österreich zusammensetzen und die in der Studie angesprochenen Fragen klären. Österreich selber hat kein AKW.
(sda/krua;weis)



