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Schweiz

Burkhalter sichert Libanon Unterstützung zu

Freitag, 27. Juli 2012, 19:27 Uhr

Mit Sorge beobachten viele in Libanon die Ereignisse im Nachbarland Syrien – sie befürchten eine Ausweitung des Konflikts auf die Region. Bei einem Besuch hat Aussenminister Burkhalter Libanon die Unterstützung der Schweiz zugesagt. Er bot unter anderem Vermittlerdienste an.

Interview mit Aussenminister Didier Burkhalter in Beirut.

Bundesrat Didier Burkhalter hat bei einem Besuch in Libanon konkrete Hilfen zugesagt. Nach seinen Worten geht es dabei unter anderem um Hilfe für syrische Flüchtlinge in Libanon. Die Schweiz unterstütze internationale Organisationen, helfe aber auch Familien im Norden des Landes, die Menschen aufnehmen, sagte Burkhalter gegenüber dem Schweizer Fernsehen. 

Nach Angaben des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat der Bund erst vor kurzem das entsprechende Budget der humanitären Hilfe um zwei Millionen Franken erhöht. Dieses belaufe sich nun auf mehr als zehn Millionen Franken.

«Wir wollen gern helfen»

Burkhalter bot bei seinem Besuch zudem die Hilfe der Schweiz bei der Suche nach politischen Lösungen an. «Wir wollen gern helfen, wenn die Partner das wollen.» Es sei im Sinne der schweizerischen Aussenpolitik, die politische Stabilität in der Region zu erhöhen.

Burkhalter betonte zudem, wie wichtig es sei, dass mögliche Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Syrien nicht ungestraft blieben. Die Schweiz werde sich dafür einsetzen, dass diese Taten bestraft würden.

Bild Didier Burkhalter im Gespräch mit Libanons Präsidenten Michel Suleiman.
Didier Burkhalter im Gespräch mit Libanons Präsidenten Michel Suleiman. keystone

Burkhalter hatte sich in Beirut unter anderem mit dem libanesischen Präsidenten Michel Suleiman und mit Parlamentspräsident Nabih Berri getroffen. Nach Angaben des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) will sich der Aussenminister bei seinem zweitägigen Besuch auch selbst ein Bild von der humanitären Situation machen.

Libanon hat seit Beginn des Aufstands in Syrien bereits viele Flüchtlinge aus dem Nachbarland aufgenommen. Im Land selbst wachsen die Spannungen, weil das syrische Regime vor allem im Süden viele Unterstützer hat. Im Norden hingegen wächst die Unterstützung für die Aufständischen. Bereits gab es erste Auseinandersetzungen zwischen beiden Gruppen. 

(sf/krua; rufi)