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Wirtschaft

Amag geht wegen Werbekampagne gegen Renault vor

Dienstag, 24. Juli 2012, 18:34 Uhr

Renault Schweiz muss eine umstrittene Plakatkampagne sofort ändern. Wegen missverständlicher Werbetexte hat Konkurrent Amag, Importeur der Autos aus dem Volkswagen-Konzern, beim Handelsgericht eine superprovisorische Verfügung erreicht.

Der französische Hersteller Renault verspricht in seiner Kampagne bei einer «Rückrufaktion» für Autos anderer Hersteller und Marken eine Eintauschprämie von 3000 Franken beim Kauf eines umweltfreundlichen Renaults. Amag, Importeur der Marken VW, Audi, Skoda, Seat und Porsche, stört sich an der Wortwahl.

Bild Twingo von Renault
Wenn nicht für Audi oder VW, so darf Renault das Wort Rückrufaktion wenigstens noch für den eigenen Twingo verwenden. keystone

Rückrufaktion bedeute, dass Autos vom Hersteller wegen Fabrikationsmängeln oder technischer Fehlfunktionen in die Garagen zurückgerufen werden müssen, argumentiert der Importeur. Rückrufaktionen sind für einen Auto-Hersteller in der Regel teuer und sie schaden dem Image.

Amag stiess auf taube Ohren

Amag hat nach eigenen Angaben Renault zunächst erfolglos aufgefordert, die Kampagne zu stoppen. Danach gelangte der Importeur ans Handelsgericht Zürich.

Eine superprovisorische Verfügung des Gerichts vom 16. Juli untersagt es Renault, das Wort Rückrufaktion im Zusammenhang mit Audi und VW zu verwenden. Ein Sprecher des Obergerichts sagte, auf Anfang August sei eine mündliche Instruktionsverhandlung anberaumt.

(sda/galc)