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Krise im Euro-Land

Samaras will von Euro-Austritt nichts wissen

Dienstag, 24. Juli 2012, 10:11 Uhr, Aktualisiert 20:40 Uhr

Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras hat die Äusserungen einiger europäischer Politiker zum möglichen Euro-Austritt Griechenlands scharf kritisiert. «Ich sage es offiziell: Es handelt sich um Untergraber unserer nationalen Bemühungen.»

«Wir tun, was wir können, damit das Land wieder auf eigenen Beinen stehen kann, und sie tun alles, was in ihrer Macht steht, damit wir scheitern», sagte Samaras bei einer Rede vor dem Parlamentsausschuss.

Bild Porträt von Samaras.
Antonis Samaras sieht die griechischen Bemühungen untergraben. keystone

Samaras erklärte weiter, er wisse nicht, ob sie es «bewusst oder aus Dummheit» tun. «Ich weiss nur, dass sie unverantwortlich sind», erklärte der Regierungschef. «Sie werden es nicht schaffen.» Samaras Rede wurde im griechischen Fernsehen übertragen.

EU erhöht Druck auf Griechenland. (Tagesschau 24.7.2012, 19.30)

Troika überprüft Fortschritte

Der griechische Premier betonte erneut, dass Griechenland dringend Investitionen und Wachstum brauche. Der deutsche Wirtschaftsminister und FDP-Chef Philipp Rösler hatte am Sonntag in einem Interview mit der ARD gesagt: «Für mich hat ein Austritt Griechenlands längst seinen Schrecken verloren.»

Inzwischen hat die Troika in Athen ihre entscheidenden Prüfungen der Reform- und Sparfortschritte des pleitebedrohten Landes wieder aufgenommen. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Finanzministeriums erfuhr, sollen die Kontrollen zunächst bis etwa zum 6. August dauern.

Bild Paul Thomsen und Klaus Masuch schauen auf die Uhr.
Die Zeit für Griechenland läuft ab: Paul Thomsen vom IWF und Klaus Masuch von der EZB beim letzten Athen-Besuch anfangs Juli. reuters

Am Freitag wollen sich die Kontrolleure des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Zentralbank (EZB) und der EU-Kommission mit Antonis Samaras treffen, teilte das Büro des Regierungschefs mit. Eine endgültige Bewertung wird nicht vor Ende August erwartet. Dann will die Troika erneut nach Athen reisen.

(dpa/fref/gern; buet)