International
EU-Minister bestrafen Syrien härter
Die EU-Aussenminister haben schärfere Sanktionen gegen Syrien beschlossen. Gleich zu Beginn ihres Treffens in Brüssel setzten die Minister 26 weitere Personen und drei Unternehmen auf die Strafliste.
Zudem wollen die EU Minister ein bereits beschlossenes Waffenembargo durch strengere Kontrollen von Flugzeugen und Schiffen besser durchsetzen.
Syrien: Menschen nach Zypern evakuieren
Zypern ist wegen des Bürgerkriegs in Syrien auf die Evakuierung von rund 200'000 Europäer, Amerikaner und andere Drittstaatler vorbereitet. Diese Menschen müssten ihre Gastländer Syrien und Libanon bei einer weiteren Verschärfung der Lage wohl verlassen, sagte die zyprische Innenministerin beim Treffen der EU-Innenminister. Dann könnten die Evakuierten in Zypern für mindestens 48 Stunden ein Dach über dem Kopf und Versorgung finden.
Der kleine Inselstaat Zypern, der derzeit die EU-Präsidentschaft innehat, ist nur etwa 100 Kilometer von der syrischen Küste entfernt.
Mit den Sanktionen wollen die Aussenminister den Druck auf das Regime von Präsident Baschar al-Assad erhöhen. «Er (Assad) kämpft ums Überleben», sagte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Michael Link (FDP), vor Beginn der Zusammenkunft. «Er kann sicherlich noch mehr Menschen töten, er kann aber mit Sicherheit nicht mehr siegen.»
Nun gehe es darum, «den Ring heute weiter um Assad zu schliessen». Neben der Gewalt in Syrien diskutieren die Minister unter anderem über die Lage in Libyen und den afrikanischen Ländern Mali, Simbabwe und Sudan.
Schwere Kämpfe in syrischen Städten
Die Arabische Liga hat Syriens Präsidenten Baschar al-Assad aufgefordert, sich «schnell» von der Macht zurückzuziehen. Derweil berichtete ein Augenzeuge aus der nordsyrischen Handelsmetropole Aleppo von «schlimmsten Kämpfen» seit Beginn der Konflikte. Mehr
(agenturen/galc;fref)



