International
Viel Optimismus vor Welt-Aids-Konferenz
Unter dem Motto «Gemeinsam das Blatt wenden» sind in Washington die 25'000 Teilnehmer in die Welt-Aids-Konferenz gestartet. Themen werden vor allem die Finanzierung der Behandlung von HIV sowie neue Ergebnisse der Aids-Forschung sein.
Besonders auf den Gebieten der Impfung und Prävention sind den Experten zufolge in jüngster Zeit grosse Fortschritte erzielt worden. «Meine Kollegen und ich sind so optimistisch wie seit vielen Jahren nicht mehr, dass wir einen Impfstoff finden und diese Epidemie beenden können», sagte Rick King von der Internationalen Initiative für einen Aids-Impfstoff (IAVI) im Vorfeld des Treffens.
Sorgen bereiten den Experten die zunehmende Resistenz gegen das Virus und steigende Infektionszahlen in Zentralasien, Osteuropa, dem Mittleren Osten und Nordafrika. Am Abend soll die Konferenz mit einer feierlichen Zeremonie offiziell eröffnet werden. Dazu wurde auch Weltbank-Präsident Jim Yong Kim erwartet.
Viele Fortschritte und einige Sorgen
Die amerikanische Arzneibehörde FDA hat ein Aids-Medikament zugelassen, das bei täglicher Einnahme die Infektion mit HIV verhindern soll. Doch Schweizer Experten sind überwiegend skeptisch, und sehen in dem Medikament nur einen partiellen Fortschritt. Was genau die Ärzte zweifeln lässt, lesen Sie hier.
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und US-Präsident Barack Obama wollten per Videobotschaft zu den Teilnehmern sprechen. Es ist die erste Aids-Konferenz in den USA seit mehr als 20 Jahren. Erst vor zwei Jahren war ein seit 1987 bestehendes Einreiseverbot für HIV-Infizierte aufgehoben worden.
(sda/maiu;hurg)



